Kommen wir einmal zu einer Band, welche mich lange Zeit nicht wirklich zu 100% abholen konnte, es aber vor kurzem schlussendlich geschafft hat. Halestorm, bestehend aus Frontfrau Lzzy Hale, Arejay Hale (Drums/Backing Vocals), Joe Hottinger (Lead Guitar/Backing Vocals) und Josh Smith (Bass/Keys/Backing Vocals) wurde ursprünglich 1997 gegründet und ließ sich mit der Veröffentlichung des Erstwerks etwas Zeit. 2009 erschien „Halestorm“ und Award-Nominierungen, sowie Gewinne, folgten kurz darauf.
Natürlich brachte der Erfolg der Bands auch schnell einige Supportslots auf Touren mit Bands wie Alter Bridge, Volbeat oder wie aktuell Iron Maiden ein, andererseits konnte sich die Truppe auch bald über eigen große Headliner-Touren freuen. Am 08.08.2025 veröffentlicht die Band ihr nun schon 6. Studioalbum und es trägt den Namen „Everest“.
Mit „Fallen Star“ wird eröffnet und verhältnismäßig deftig gestartet, auch wenn der Song seine zärtlich melodische Seite hat. Mit einer etwas ausgefuchsteren Rhythmik wird dann im Titeltrack „Everest“ weiter gemartert. Hier bekommt man zur Abwechslung auch einmal Sprechgesang von Lzzy serviert, bevor sie wieder mit ihrer schön rauchig rockigen Stimme wieder loslegt. Mitunter überzeugt der Song auch durch sein mächtiges Gitarrensolo.

„Shiver“ folgt und lässt sich als gelungene Rockballade bezeichnen. Es zeigt sich schon in den ersten 3 Songs die für Halestorm typische Mischung aus Hard Rock und Heavy Metal. Mit „Like A Woman Can“ wird der feministische Kampfgeist mit einer leicht melancholischen Note hochgehalten und auch etwas bluesig abgeliefert, bevor mit „Rain Your Blood On Me“ ein rhythmisches Gemetzel mit hymnischem Vibe abgeliefert wird.
Wenn man nach dem Track glaubt nun den Großteil der Spielweisen von Halestorm gehört zu haben, dann liegt man gewaltig falsch, denn durch „Darkness Always Wins“ wird man eines Bessern belehrt. Hier bringt die Band interessante Wechsel von elektronischen Sound, bis hin zu ruhigem Piano, aber auch harten Riffs. „Gather The Lambs“ wirkt darauf zurückhaltend und „WATCH OUT!“ fährt einem darauf mit deftig verzerrter Stimme um die Ohren.
„Broken Doll“ folgt mit stärkerem Fokus auf Melodie, bis mit „K-I-L-L-I-N-G“ schon fast in Richtung Nu-Metal musiziert wird. Vor dem epischen Abschluss mit „How Will You Remember Me“ wird einem noch ein schön stetig aufbauendes Lied namens „I Gave You Everything“ serviert.
Fazit
Bevor ich mich mit diesem Album auseinandersetzen konnte, wurde ich Zeuge des unglaublichen „Back to the Beginning“-Events, wenn auch nur via Live-Stream, bei welchem Lzzy Hale mit einer Supergroup absolut brillierte. Nach dieser Performance habe ich mich wieder in die Diskografie von Halestorm eingehört und dabei Sachen entdeckt, welche ich bei den ersten Hördurchgängen nicht wahrgenommen hatte.
So war ich natürlich massiv auf dieses Album gespannt und kann berichten, dass ich mich ab nun doch als Halestorm-Fan bezeichnen kann. Die Variation aus Metal, Hard-Rock und klassischen Rock-Balladen ist wirklich gelungen und so wird das Album nicht langweilig.
Die Stimmflexibilität von Lzzy ist wirklich beeindruckend und die Instrumentalsektion könnte nicht besser dazu passen. Schlussendlich kann ich hier nur 10 von 10 Punkten vergeben. Bitte mehr davon!
Tracklist
- Fallen Star
- Everest
- Shiver
- Like A Woman Can
- Rain Your Blood On Me
- Darkness Always Wins
- Gather The Lambs
- Watch Out!
- Broken Doll
- K-I-L-L-I-N-G
- I Gave You Everything
- How Will You Remember Me?





