Seid ihr bereit für eine mächtige Ladung Metal? Die italienische Band Headless, aktuell bestehend aus Göran Edman (Yngwie Malmsteen, John Norum), Walter Cianciusi (Ellefson), Martin Helmantel (Elegy) und Enrico Cianciusi (Zaza), machte zwischen 1996 und 2000 mit der EP „Future To Past“ und dem Album „Inside You“ auf sich aufmerksam. Darauf folgte eine Pause, doch 2011 kam die Truppe mit neuer Besetzung und dementsprechender Stärke zurück.
Es folgten 3 Alben und am 29.08. wurde nun „Transitional Objects“ veröffentlicht. Das 5. Studioalbum der Band bringt insgesamt 8 neue Songs, auf welche wir uns direkt stürzen werden. Losgelegt wird mit „Weightless“ und hier merkt man schon in welche Richtung es gehen wird. Deftige Drums, feine Gitarrenharmonien und etwas außergewöhnliche Rhythmuswechsel. Stimmlich liefert Göran Edman eher zärtlich und melodisch ab.
Natürlich liegt ein Vergleich zu Dream Theater nahe, wenn auch gesagt werden muss, dass Edman wesentlich weniger nasal klingt. Der erste Song macht auf jeden Fall Lust auf mehr und „Losing Power“ bringt, speziell was das Schlagzeug betrifft, genau das.

Der Song wartet auch mit einem kurzen Einspieler auf, welcher gute Abwechslung zu den Gesangsharmonien bringt. Generell ist der Gesang sehr beeindruckend, da er einerseits modern klingt, andererseits aber auch einen klassischen Heavy-Metal-Vibe mit sich bringt. Nach dem doch schnellen Stück wird dann mit „Fall To Pieces“ gegrooved. Die Instrumentalsektion erinnert in Kombination mit den leicht lasziven Vocals etwas am Dio.
„Misery“ folgt mit einer etwas düsteren Melodie und einem Gitarrenriff, welches kurzzeitig an den Gitarrensound von Sepultura erinnert, bis sich der Wind dreht und eine doch aufbauende Soundlandschaft dargeboten wird. Mit „Still My Thrill“ wird ein Song serviert, welcher einerseits in Richtung 80er-Rock geht, aber auch etwas nach Grunge klingt.
„Refugee“ entschleunigt gewaltig und bringt einen Sound, welcher dezent an Kompositionen von Steve Vai erinnert, bevor „No One`s Waiting“ mit härteren Riffs loslegt. Abgeschlossen wird das Album mit „I Thought I Knew It All“, einer Kooperationsnummer, bei welcher man Andy Martongelli zu Gehör bekommt. Spitzfindige Metal-Fans werden direkt am Titel erkannt haben, dass es sich bei dem Song um ein Megadeth-Cover handelt.
Fazit:
Headless bringen mit „Transitional Objects“ nicht nur einen mächtigen Sound, sondern auch dynamische Kompositionen, welche einige Überraschungen mit sich bringen. Die dargebotenen Wechsel sind zwar nicht unbedingt etwas für Hörer, die gerne im 4/4-Takt headbangen, aber genau das macht das ganze Album auch interessant.
Gesanglich wird hier durchwegs „clean“ abgeliefert, was wirklich gut klingt, doch hier und da auch etwas das Verlangen nach etwas deftigeren Vocals heraufbeschwört. Ansonsten ist noch positiv anzumerken, dass die Songs sehr kompakt sind und nicht wie eigentlich für das Genre typisch über die 7 Minuten.
Insgesamt haben Headless ein wirklich beeindruckendes Album herausgehauen und verdienen dafür aus meiner Sicht satte 9 von 10 Punkten. Das Einzige, was mir für eine 10 von 10 fehlt, ist harter Gesang, der zu den mächtigen Double-Bass-Passagen passt.
Tracklist
- Weightless
- Losing power
- Fall to pieces
- Misery
- Still my thrill
- Refugee
- No one`s waiting
- I thought i knew it all (ft. Andy Martongelli)













