Black Metal ist ein sagenumwobenes Genre, welches nicht gerade jedermanns Sache ist. Geprägt von Satanismus, schrillen Vocals und misanthropische Texten, gilt das Genre als doch sehr abgründig, aber auch tiefgründig. Isegrim ist eine Band, welche sich vollends dem Black Metal verschrieben hat. Genaugenommen handelt es sich um eine Truppe aus Ludwigshafen, welche 1998 vom Multiinstrumentalisten A. Blackwar als Soloprojekt gegründet wurde.
Jener holte sich dann später ein paar Musikerkollegen ins Boot, konzentrierte sich aber schlussendlich wieder darauf, das Projekt allein weiterzuführen. Egal in welcher Besetzung, Isegrim prägte über die vergangenen Jahrzehnte die Black-Metal-Szene mit und daher darf man sich als Fan schon auf den 22.05.2026, denn an jenem Tag serviert A. Blackwar ein spezielles Schmankerl.

Das 1999 erschienene Werk „Isegrim“ wird an jenem Tag erstmals über Fireflash Records veröffentlicht und kann nun auch als Vinyl erworben werden. Das Erstwerk von Isegrim findet somit nicht nur in neuer Frische auf unsere Plattenteller, sondern auch inklusive 3 Bonustracks. Jede kommt man aber erst gen Ende serviert.
Davor gibt es mit der ursprünglichen Tracklist schön dreckigen Black-Metal, welche mit dem aus Schreien bestehenden „In Nomine“ angestartet wird. „Diabolical Witchcraft“, „Rape Jesus Vhrist“, „Seven Legions“ und „Hear The Screams Of Hell“ martern einen schön durch, bis man dann zum ersten Bonustrack, „Ave Luciferi (Intro)“ kommt. Darauf folgt „Hail Emperor Caesar“ und ein gelungenes Cover des Destrution Songs „Bestial Invasion“. Insgesamt ist die Neuauflage ein recht wilder Ritt!
Fazit:
Black Metal ist nicht nur eine Musikrichtung, sondern auch eine gewisse Haltung. Der typische Black-Metal-Sound unterstreicht die Härte des Lebens und treibt mit seinen Blastbeats den Blutdruck in die Höhe. Textlich arbeitet man sich an Religion, aber auch der Geschichte, ab, wie man an Songs wie „Rape Jesus Christ“ und „Hail Emperor Ceasar“ erkennen kann.
Nachdem ich selbst viel im Extreme-Metal unterwegs bin, war mir Isegrim natürlich ein Begriff, auch wenn ich erst mit der EP „Dominus Inferus Ushanas“ zur Band, oder besser gesagt zu A. Blackwar, gekommen bin. Die frische Auflage des 1999 veröffentlichten Debüt klingt immer noch so schön hart wie das Original und auch die Bonustracks machen Lust auf mehr.
Schön, dass im Rahmen dieser Veröffentlichung auch gleich ein weiteres Werk zum 35. Jubiläum im kommenden Jahr angekündigt wurde. Für „Isegrim“ (2026) vergebe ich einmal 8 von 10 Punkten. Dankenswerterweise durfte ich Mastermind A. Blackwar via Mail ein paar Fragen stellen. Die Antworten findet ihr –> hier.
Tracklist
- In nomine (Intro)
- Diabolical Witchcraft
- Rape Jesus Christ
- Seven Legions
- Hear The Screams Of Hell
- Ave Luciferi (Intro)
- Hail Emperor Ceasar
- Bestial Invasion














1 Gedanke zu „ISEGRIM: „Isegrim““
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