Mit „No Name“ gab es 2024 von Jack White und Band gewaltig auf die Ohren! Anscheinend hat sich der Herr so gut an seine Truppe gewöhnt, dass wir uns nun über das neue Album „Frozen Charlotte“ mit selbiger Besetzung freuen dürfen. Der Rocker aus Detroit hat sich in den Third Man Studios in Nashville, Tennessee, wieder an die Arbeit gemacht und satte 13 Songs herausgehauen.
Bisher hat mich die Musik von Jack White so gut wie immer aus den Socken gehauen und daher war ich schon sehr gespannt darauf, was mich erwarten würde. Eröffnet wird mit dem Song „G.O.D. And The Broken Ribs“, einer Komposition, welche mich direkt in die 70er-Jahre zurückversetzt hat.
Hier wird etwas zu Gehör gebracht was irgendwo zwischen dreckigen Beatles, Deep Purple, Arthur Brown, aber auch Captain Beefheart schwingt. „Derecho Demonico“ geht die Sache etwas funkiger an und erinnert sogar etwas an Funkadelics, Emmerson Lake & Palmer oder Fokus.

Der Einstieg gestaltet sich jedenfalls sehr „groovey“ und ab „There`s Nobody There“ wird es nicht nur vom Sound, sondern auch vom Rhythmus etwas wilder. Mit „Raising The Grain“ geht es nochmals in Richtung 70er-Progressive-Rock, bevor „You`ll Never Fix Me“ etwas punkige Attitüde einstreut.
„Nobody Knows“ folgt in ähnlichem Klangewand wie seine Vorgänger und „Dollar Bill“ wartet anschließend mit Slide-Guitar und Brit-Rock/Punk Attitüde auf. „I Can`t Believe What I`m Hearing“ setzt dann etwas mehr auf Hard-Rock Elemente, während „Thick As Thieves“ mit treibendem Beat und mitreißenden Vocals auftrumpft.
Mit „All Alone Again“ wird wieder ein fetter Groove ausgepackt und mit bluesigen Riffs gemartert. „She`s In A Frenzy“ tritt dann nochmal das Gaspedal durch, bevor „Making Contact“ und „Neigbours Blues“ das Album mit einer Mischung aus Led Zeppelin und Iron Butterfly beendet.
Fazit:
Wenn dieses Album in den 70ern veröffentlicht worden wäre, dann würde Jack White heute wohl möglich noch berühmter sein, als er es schon ist. Anhand meiner Vergleiche habt ihr wahrscheinlich schon gemerkt, dass mich das Album vollends in seinen progressiven Bann gezogen hat und ich wie gewohnt absolut weggeblasen bin.
Jack White weiß immer wieder wie er seine Hörer überrascht und begeistert. Abgesehen davon hat er anscheinend gerade eine wirklich solide Truppe an Mitmusikern gefunden, welche es verstehen, seine Kompositionen verdammt gut umzusetzen. Ein Manko bleibt jedoch! Nach ein paar Nummern war mir die Gesamtdynamik etwas zu schwach.
Das Bedürfnis das Album vollends durchzuhören blieb bei mir bei Nummer 9 leider etwas auf der Strecke. Ansonsten kann ich mich aber nicht beschweren und vergebe 9 von 10 Punkten für ein weiteres gelungenes Album aus dem Hause White!
Tracklist
- G.O.D. And The Broken Ribs
- Derecho Demonico
- There`s Nobody There
- Raising The Grain
- You`ll Never Fix Me
- Nobody Knows
- Dollar Bill
- I Can`t Belive What I`m Hearing
- Thick As Thieves
- All Alone Again
- She`s In A Frenzy
- Making Contact
- Neighbors Blues













