LORD OF THE LOST: „OPVS NOIR Vol.1″

Gregor Eder

Lord of the Lost muss man spätestens seit „Blood & Glitter“ nicht mehr vorstellen. Das Hamburger Aushängeschild für deftigen Gothic Metal/Rock hat am 8. August ihr nun 10. Album veröffentlicht und auch direkt ein weiteres für dieses Jahr angekündigt. Als wäre dies nicht genug wird mit „OPVS NOIR Vol.1″ Benjamin Mundigler (Guitars, Keys, Backing Vocals) endlich offiziell mit einem Album vorgestellt.

Obendrein soll es nicht nur bei Vol.1 und 2 bleiben, denn das gesamte Projekt soll schlussendlich zu einer Trilogie werden. Aber stürzen wir uns einmal auf den ersten Teil, welcher mit 11 Songs aufwartet. Losgelegt wird mit einem schon fast Black Metal artigen Intro in „Bazaar Bizarre“, doch das harte Gedresche hält nicht lange an, da man direkt darauf den klassischen New-Wave Sound, welchen man von LOTL gewohnt ist, vorgelegt bekommt.

Bewertung: 8 von 10 Punkten
GENRE: Gothik Metal/Rock
VÖ: 08.08.2025
Format: CD / Vinyl / Digital
Label/Vertrieb: Napalm Records
Rezensent: Gregor

Schlussendlich beeindruckt der Opener durch seinen epischen Refrain. „My Sanctuary“ folgt als kürzester Track des Albums und bringt auch eher Power-Metal Vibes. Der Song liefert einen guten Übergang zur Melodic-Metal Nummer „Light can only shine in the darkness“ wobei die Band mit Within Temptation zusammengearbeitet hat. „I will die in it“ liefert darauf noch etwas stampfender ab, bevor das nächste Featuring ansteht.

Bei „Moonstruck“ hat die Band mit Stimmgewalt zusammengearbeitet und irgendwie erinnert der Track an Nightwish. Mit etwas mehr elektronischen Elementen und Whiplasher Bernadotte wird in „Damage“ weiter gemartert. Die Kooperationsreihe reißt nicht ab, denn für „Ghosts“ hat sich LOTL Tina Guo eingeladen. „Lords of Fyre“ durfte ich vorab schon doppelt hören, da Feuerschwanz den Song auf ihrem neuen Album ebenso eingebettet haben.

Jedenfalls finde ich auch diese Zusammenarbeit recht gelungen. „The things we do for love“ bringt zur Abwechslung wieder etwas eigenen LOTL-Sound, wobei der starke Track „The sadness in everything“ mit Anna Maria Rose direkt folgt. Abgeschlossen wird das Album dann aber doch noch von LOTL selbst und das mit dem schon fast Pink Floyd artigen Song „Dreams are never alone“.

Fazit

Ich muss schon sagen, dass das Vorhaben der Band gewaltig ambitioniert ist. Andererseits bin ich aber davon überzeugt, dass sie sich damit nicht übernimmt, denn Chris Harms ist schon ein mächtiger Produzent. Ich glaube, die Band hat eine absolut feine Grundlage, um nun mit dieser Trilogie ihre Fans nicht zu enttäuschen und auch ihren aktuellen Status einzuzementieren.

Volume 1 hat mir einerseits aufgrund der Kooperationen sehr gut gefallen, andererseits auch, weil die Songs etwas mehr frischen Wind bringen als das letzte Album. Es scheint sich hier eine interessante Entwicklung abzuspielen und ich bin sehr gespannt, was dabei herauskommen wird. Für „OPVS NOIR Vol.1“ vergebe ich einmal 8 von 10 Punkten.

Tracklist
  1. Bazaar Bizarre
  2. My Sanctuary
  3. Light can only shine in the darkness (ft. Within Temptation)
  4. I will die in it
  5. Moonstruck (ft. Stimmgewalt)
  6. Damage (ft. Whiplasher Bernadotte)
  7. Ghosts (ft. Tina Guo)
  8. Lords of fyre (ft. Feuerschwanz)
  9. The things we do for love
  10. The sadness in everything (ft. Anna Maria Rose)
  11. Dreams are never alone

Weitere Rezensionen
Schon geteilt?