LORD OF THE LOST: „Opvs Noir Vol.3“

Gregor Eder

Einige von euch haben sicherlich auf das nun zu besprechende Album gewartet. Mit „Blood & Glitter“ und ihrer Teilnahme am Eurovision Song Contest 2023 hat sich Lord Of The Lost in die Herzen vieler Dark-Rock-Fans gespielt. Mit der 2025 begonnen Trilogie „Opvs Noir“ hat die Band ein Projekt angerissen, welches nun mit „Opvs Noir Vol.3″ sein Ende nimmt, aber auch wieder Raum für Neues bringt.

Der dritte Teil wurde am 10.04.2026 veröffentlicht und natürlich hat sich die Truppe einmal wieder nicht lumpen lassen und ein Geschwader an bekannten Musikerkollegen eingeladen. Von den insgesamt 11 Songs sind 5 sozusagen Kooperationsnummern und so liefert das Album sehr abwechslungsreich ab. Aber beginnen wir einmal chronologisch. Losgelegt wird mit „Kill The Lights“ und einem relativ ruhigen Intro. Daraufhin bekommt man einen doch recht typischen Lord Of The Lost Song serviert, welcher mich nicht unbedingt beeindruckt hat. Ein solider Einstieg, aber nicht unbedingt etwas Besonderes.

Bewertung: 6 von 10 Punkten
GENRE: Metal/Dark Rock
VÖ: 10.04.2026
Format: CD / Vinyl / Digital
Label: Napalm Records
Vertrieb: Universal
Rezensent: Gregor


Weiter geht es dann mit „I`m A Diamond“ und hier bekommt man niemand anderen als Alea von Saltatio Mortis zu Gehör. Das tut auch nach dem gelinde gesagt mageren Einstieg recht gut und auch textlich motiviert der Song schon etwas mehr. „My Funeral“ überzeugt dann direkt ab der ersten Sekunde mit schönem „cinematic“ Sound, entschleunigt dann etwas, bringt aber im Großen und Ganzen guten Dark-Rock. Mit „I Hate People“, inklusive Wednesday 13, wird dann schön auf gute alte Industrial-Art abgeliefert.

Die Kooperation funktioniert so gut wie man sie sich vorstellt, auch wenn der Track textlich gar etwas simpel ist. „The Shadows Within“ folgt mit etwas mehr Hang zum Melodic-Metal und lässt sich schon fast als Ballade bezeichnen. Mit Hannes Braun, welchen man von Kissin’ Dynamite kennt, geht es dann in „La Vie Est Hell“ noch etwas getragener weiter und textlich wird hier das alte Schulfranzösisch ausgepackt.

„Square One“ wartet dann mit einem dezenten 90er Vibe auf, bevor es mit „When Did The Love Break“, inklusive Ambre Vourvahis von Xandria, erneut etwas balladesk wird. „Your Love Is Colder Than Death“ liefert etwas in Richtung HIM ab, bis „Take Me Far Away“ mit Damien Edwards gewaltig episch abliefert. Abgeschlossen wird das letzte Werk der Trilogie mit dem etwas über mystischen „The Day Of Our Lives“.

Fazit:

Abgesehen von den Kooperationsnummern ist „Opvs Noir Vol. 3″ recht ähnlich wie seine zwei Vorgänger und irgendwo bin ich froh, dass die Band dieses Kapitel nun abgeschlossen hat. Lord Of The Lost haben zwar ihren eigenen markanten Sound, aber irgendwann wäre etwas frischer Wind nicht schlecht.

Wenn im Radio ein Lord Of The Lost Song kommt, dann hört man zwar direkt, dass es ein LOTL-Track ist, abgesehen von „Blood & Glitter“ hatte bisher kein anderer Song der Band die Stärke, sodass er sich namentlich bei mir eingeprägt hätte. „Opvs Noir Vol.3″ ist sozusagen zwar gelungen, aber hauptsächlich durch die Gastbeiträge. Daher vergebe ich 6 von 10 Punkten. Ich bin gespannt, ob ich mit LOTL noch irgendwann warm werde.

Tracklist
  1. Kill the Lights
  2. I`m A Diamond (ft. Alea)
  3. My Funeral
  4. I Hate People (ft. Wednesday 13)
  5. The Shadows Within
  6. La Vie Est Hell (ft. Hannes Braun)
  7. Square One
  8. When Did The Love Break (ft. Ambre Vourvahis)
  9. Your Love Is Colder Than Death
  10. Take Me Far Away (ft. Damien Edwards)
  11. The Days Of Our Lives

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