Heute muss ich mich wirklich sehr zusammen reißen, denn mein innerer Fanboy ist aktuell am ausrasten. MADSEN begleitet mich nun schon satte 15 Jahre und schon mit 14 versuchte ich meine Mutter über Ohr zu hauen, um zu einem Konzert der Band zu kommen. „Die Weihnachtsplatte“ war zwar ein wirklich netter Output, doch nach 2 Jahren und den Jubiläums-Shows waren die Fans wieder sehr hungrig auf frisches Material, mich eingeschlossen. Genau jenes bekamen wir nun am 05.06.2026 serviert und die Scheibe trägt den Namen „Smile”. Worüber man auf dem Album grinsen dürfen, soll jetzt Thema sein.
Der Titeltrack eröffnet mit einigen Zeilen, mit welchen sich wohl jeder identifizieren kann, bevor der Refrain losbricht: „Smile for me my love” und die Stimmung umdreht. So beginnt das Album mit einer sehr positiven und hoffnungsvollen Message. Mit „Achterbahn“ wird die Stimmung gehalten und man bekommt einen stampfenden Beat, sowie schön melodische Riffs um die Ohren gehauen. „Neue Erinnerungen“ beginnt mit ruhigen Gitarren und etwas melancholischem Vibe. Hier wird langsam aufgebaut, bis im Refrain die Sehnsucht nach Zuversicht und neuen Erinnerungen thematisiert wird. Auch wenn der Song eher ruhig ist, motiviert er durch die aufbauenden Worte. Darauf folgt „Hasta la Vista” mit etwas härterem Sound und einer interessanten Aufarbeitung einer zerkrachten Beziehung.

Hier haben es Madsen einmal wieder geschafft ein eher doch trauriges Ende in einen zuversichtlichen Neustart zu verwandeln. „Rauch im Wind” überrascht im Anschluss mit sehr freudigen Synth-Sounds und flottem Beat, der direkt zum Tanzen anregt, auch wenn hier textlich die Vergänglichkeit angesprochen wird. Mit „Pass auf dich auf” wird es wieder etwas ruhiger und emotionaler, inklusive des Appells auf sich aufzupassen.
Auf dieses einfühlsame Werk folgt der schön punkige Track „1995“, in welchem die Band etwas nostalgisch auf ihre Jugend zurückblickt. Natürlich darf bei Madsen auch ein sozialkritischer Song nicht fehlen und eben jenen bekommen wir mit „Auf die Barrikaden”, inklusive mächtigem Beastie Boys Vibe serviert. Die Experimentierfreude der Band nimmt kein Ende und so wird mit „I don`t give a fuck” ein schon fast Nu-Metal-Track, welcher aber auch verträumte Passagen liefert, herausgehauen. Wohl der härteste Song am Album!
Mit „Love is a killer, Pt. 2″ setzt die Truppe wieder eher pop-punkig fort, bevor mit „Jeder Berg bewegt sich” der Zusammenhalt hochgehalten wird und klargestellt wird, dass es doch noch Wunder in dieser Welt gibt. Zum Abschluss bekommt man von Madsen noch mit „Ein Licht” eine schon fast Bush-artige Nummer vorgelegt, welche einem nochmals etwas Hoffnung mit auf den Weg gibt.
Fazit:
Mich hat die Scheibe auf jeden Fall abgeholt. Nicht nur, weil der Sound schön direkt und nicht zu geputzt ist, sondern auch, weil mir klar war, dass die Band hier wirklich alles selbst in der Hand hatte und uns Fans somit ein absolut ehrliches ungeschöntes Album geschenkt hat. Ich bin schon sehr gespannt wie die Show beim Nova Rock 2026 werden wird, wo ich die Truppe endlich einmal wieder live genießen darf, denn die neuen Nummern machen schon richtig Bock!
Simpel gesagt hat Madsen hier nicht nur fein produziert, sondern auch so gut herumexperimentiert, dass man sich über die Unterschiedlichkeit der Songs nur so freuen kann. Hut ab! 10 von 10 Punkten. Ich habe mich nicht nur über das Album gefreut, sondern auch über die Möglichkeit mit Sebastian und Sascha Madsen höchstpersönlich via Zoom etwas plaudern zu dürfen. Was dabei herauskam, könnt ihr –> hier nachlesen.
Tracklist
- Smile
- Achterbahn
- Neue Erinnerungen
- Hasta la Vista
- Rauch im Wind
- Pass auf dich auf
- 1995
- Auf die Barrikaden
- I don`t give a fuck
- Love is a killer, Pt.2
- Jeder Berg bewegt sich
- Ein Licht















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