MEGADETH: „Megadeth“

Gregor Eder

Kommen wir zu einer Rezension, bei welcher ich nicht wirklich wusste wo ich eigentlich anfangen soll. MEGADETH haben im vergangenen Jahr nicht nur ihr neues Studioalbum angekündigt, sondern damit auch bekanntgegeben, dass jenes das Letzte sein wird. Diese Information schuf natürlich gewaltige Erwartungen und seit 23.01.2026 kann man nun entscheiden was man vom letzten Werk, namens „Megadeth„, hält.

Natürlich ließ es sich Meister Mustaine nicht nehmen die Veröffentlichung zu etwas Besonderem zu machen, denn mit dem Album gab es in insgesamt 1000 Kinos zusätzlich den Dokumentarfilm „Behind The Mask“ zu sehen, welcher noch etwas mehr Einblick in die Welt von Megadeth bot. In der 40-jährigen Karriere der Band gab es auf jeden Fall genügend Geschichten und Ereignisse die hier gut aufgearbeitet wurden.

Aber genug vom Film, hin zur Musik selbst. Losgelegt wird mit der schon vorab veröffentlichten Single „Tipping Point“. Der Opener wartet mit einem klassischen Thrash-Sound auf und geht gut ins Ohr. Mit „I Don`t Care“ wird dann nachgelegt und auch „Hey God?!“ martert brauchbar dahin. Natürlich bringen die ersten Tracks die von Mustaine gewohnte Gitarrenzauberei, wobei auch rhythmisch stark abgeliefert wird.

Bewertung: 9 von 10 Punkten
GENRE: Thrash Metal
VÖ: 23.01.2026
Format: CD / Vinyl / Digital
Label: BLK||BLK
Vertrieb: The Orchard
Rezensent: Gregor

Es ist ja in der Thrash-Metal-Szene schon fast Tradition sich etwas über die nasale Stimme des Metal-Urgesteins lustig zu machen, doch diesmal wäre es etwas ungerecht, da stimmlich wirklich gut abgeliefert wird. Nach dem etwas schnelleren „Hey God?!“ wird das Gaspedal mit „Let There Be Shred“ durchgetreten und erst mit „Puppet Parade“ wird es wieder etwas grooviger.

„Another Bad Day“ klingt eigentlich nach einem guten Tag und „Made To Kill“ beeindruckt mit einem feinen Drum-Intro, sodass man förmlich hört, wie die Band die Geschütze zum „Killen“ auffährt. „Obey The Call“ folgt mit verhaltener Attitüde und Fokus auf Melodie. „I Am War“ bringt nochmal einen klassischen Megadeth-Sound, bevor das Album mit „The Last Note“ fast abgeschlossen wird.

Um das Album abzurunden hat sich Mustaine entschieden ganz an den Anfang seiner Karriere zu gehen und einen Track zu covern, mit welchem die Wenigsten gerechnet hätten. Mit dem Bonustrack „Ride The Lightning“, welcher von Mustaine, Hetfield und Urlich noch zu Metallica-Zeiten komponierten, verabschiedet sich Megadeth mit einem würdigen Rückblick auf die Zeit in der alles begann.

Fazit:

Man kann von Megadeth halten, was man möchte, doch mit „Megadeth“ hat mich die Band wieder in ihr Boot geholt. Die Produktion ist wirklich gut gelungen und auch der zusätzliche Film gibt dem eigentlichen Abschied noch einen gewissen Charme. Großer Megadeth Fan werde ich zwar nicht mehr, aber ich finde, dass das Album ein gelungener Abschluss einer wirklich langen musikalischen Reise ist.

Ich bin mir ganz sicher, dass dieses Werk nicht der letzte musikalische Output von Dave Mustaine ist, welchen wir zu Gehör bekommen. Jedenfalls ist es ihm und seiner Band gut gelungen, sich auf würdige Art und Weise zu verabschieden. Somit vergebe ich 9 von 10 Punkten.

Tracklist
  1. Tipping Point
  2. I Don`t Care
  3. Hey, God?!
  4. Let there Be Shred
  5. Puppet Parade
  6. Another Bad Day
  7. Made To Kill
  8. Obey The Call
  9. I Am War
  10. The Last Note
  11. Ride The Lightning

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