PRIMAL FEAR: „Domination“

Gregor Eder

Werfen wir einmal einen Blick nach Esslingen! 1997 formierte sich dort eine Band, welche noch so Einiges vor sich haben sollte. Zwischen 1998 und 2005 wurden satte 6 Alben veröffentlicht und bis 2023 noch 8 nachgeschossen. Am 05.09.2025 veröffentlichten Primal Fear nun ihr 15. Studioalbum namens „Domination“ und natürlich habe ich da einmal für euch hereingehört.

Die durch und durch im Power-Metal beheimatete Band, welche das Genre in der deutschen Szene ganz klar mitprägte, startet sehr direkt mit dem Song „The Hunter“. Mit eingängiger Melodie lädt eigentlich schon das erste Riff zum mitsummen an, doch dann legen die harten Drums erst richtig los und man wird von der Stimme von Ralf Sheepers verwöhnt.

Nach der mächtig melodischen Mischung wird es in „Destroyer“ etwas härter. Der Song prügelt einen wirklich schön durch und das Gitarrensolo ist ein wirklicher „Ohrenschmaus“! Die zuvor noch eher klare Stimme zeigt sich etwas rauchiger und „bissiger“. „Far away“ beginnt wie eine neoklassische Speed-Metal-Nummer und entwickelt sich in eine interessante Mischung aus Melodic-Metal und dezentem Thrash-Metal-Ansatz. „I Am the Primal Fear“ baut stampfend auf und es wird stimmlich bösartig abgeliefert.

Bewertung: 9 von 10 Punkten
GENRE: Power/Heavy-Metal
VÖ: 05.09.2025
Format: CD / Vinyl / Digital
Label/Vertrieb: RPM
Rezensent: Gregor




Ich bin ja grundsätzlich eher ein Freund der „Harsh-Vocals“ wenn es um Metal geht, aber Sinner und Scheepers liefern hier wirklich unglaublich fein ab. Egal ob „Tears of Fire“, inklusive leichten Fry-Screams, oder „Heroes and Gods“, inklusive Chor, Scheepers und Sinner brillieren! Natürlich darf man die Instrumentalsektion hier nicht zu kurz kommen lassen, denn die wunderbare Stimme wäre ohne starken Klangteppich auch etwas uninteressant.

Der von Primal Fear dargebotete Metal hat einerseits etwas Klassisches, aber andererseits auch einen gewissen Progressive-Metal-Touch, wie man an „Hallucinations“ erkennen kann. Die doch etwas lange Nummer „Eden“, welche mit einer wirklich interessanten Klangatmosphäre aufwartet, entschleunigt zwar etwas, aber mit „Screams“ wird es dann wieder etwas schneller.

„The Dead Don`t Die“ bringt im Anschluss einen klassischen 80er-Metal-Vibe und „Crossfire“ prügelt dann härter vor sich hin. Mit einem interessanten Intro startet dann „March Boy March“ und der Song liefert nicht nur eingängige Melodien, sondern auch ein absolut beeindruckendes Solo. Mit „A Tune I Won`t Forget“ wird das Album auf recht emotionale Weise, inklusive Streichern, beendet.

Fazit:

Das neue Album ist definitiv ein heißer Tipp für Fans des guten alten deutschen Heavy-Metal! Andererseits bringen Primal Fear nicht nur die klassische Seite des Genres, sondern auch wesentlich ausgefuchstere, oder besser gesagt progressive Passagen und Elemente ins Spiel, welche ich so nicht erwartet hatte.

Man merkt einfach, dass hier Musiker am Werk sind, welche nicht nur Ahnung von ihrem Genre haben, sondern auch gewaltig Spaß daran, die Grenzen dessen auszuloten und somit immer wieder dem Typischen doch noch eine neue Note beizufügen. Somit vergebe ich 9 von 10 Punkten.

Tracklist
  1. The Hunter
  2. Destroyer
  3. Far Away
  4. I am the primal fear
  5. Tears of fire
  6. Heroes and Gods
  7. Hallucinations
  8. Eden
  9. Scream
  10. The dead don`t die
  11. Crossfire
  12. March boy march
  13. A tune i won`t forget

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