Käpt`n Rummelsnuff und sein treuer Asbach stechen wieder in See! Am 18.07.2025 gab es mit „Seeadler“ endlich Nachschlag von unserem unverkennbaren Kapitän. Für alle, die noch nie etwas von Rummelsnuff gehört haben sei eins gesagt: „Es erwartet euch eine wilde Mischung aus Seemannsgarn und harter Musik!“
Ich selbst muss zugeben, dass ich etwas gebraucht habe den Charme von Rummelsnuff zu verstehen, doch nach 1–2 Alben war auch ich, selbst als österreichischer Binnenland-Mensch, dem alten Welteissegler verfallen. Aber stürzen wir uns einmal auf den „Seeadler“. Auf welche Reise nimmt uns der Käpt`n diesmal mit? Im Logbuch steht als erste Darbietung „Bohrmilch“.
Der melodisch recht zärtliche Track wartet mit einem schön drückenden Beat auf und Rummelsnuff berichtet aus Nerven aus Draht sowie Zweisamkeit. Der klassische Industrial Sound regt direkt zum Tanzen an, wenn auch der Nachfolger „Seeadler“ etwas entschleunigt.

Der Titeltrack liefert eher ruhig ab, bringt aber eine interessant „jazzige“ Atmosphäre, bevor es mit stinkendem Fisch weitergeht. „Surströmming“ ist vielleicht vielen von euch als elend stinkendes Gericht bekannt, doch nun gibt es auch ein feines Lied zu jenem widerlichen Fisch! Natürlich kann man „Surströmming“ nicht nur alleine verzehren, daher folgt direkt „Pumpernickel“.
Im Song geht es schlussendlich auch um das allseits bekannte Brot, welches auch sehr lange auf See haltbar ist. Eine „Ode“ auf „Sankt Pauli“ darf natürlich auch nicht fehlen und die klassische Orgel wurde dafür auch ausgepackt. Nach der Ladung an Nostalgie geht es dann etwas beschwingter mit „Milo Barus“ weiter.
Als echter Seemann braucht man einen starken Bauch und um jenem und anderes geht es in „Der Bauch“. Nach dem Loblied auf den Bauch geht es direkt mit einem wirklichen „Loblied“ und dementsprechenden Pauken weiter. Die kurze Leier entspannt etwas, bevor es mit mehr Elektronik in „Hormigon“ weitergeht. Mit „Sohn und Vater“ wird es kurz nochmal emotional, bevor „Pulverschnee“ das Album abschließt.
Fazit:
Rummelsnuff ist einfach eine ganz eigene Angelegenheit. Entweder man mag den drückend pulsierenden Sound mit hart klingenden Texten und schrägen Synths, oder eben nicht. Ich durfte mittlerweile sogar schon eine Show von Rummelsnuff miterleben und muss sagen, dass das Ganze live einfach ganz anders und ich will behaupten stärker klingt und wirkt.
Wie auch immer, der Grundpunkt ist, dass die Musik von Rummelsnuff eine ganz eigene Wirkung hat und man sich darauf einlassen können muss, um es schlussendlich zu genießen. Ich habe dieses Album eigentlich sehr genossen und freue mich schon auf mehr aus der Hand unseres Käpt`n! Somit vergebe ich für „Seeadler“ 8 von 10 Punkten.
Tracklist
- Bohrmilch
- Seeadler
- Surströmming
- Pumpernickel
- Sankt Pauli
- Milo Barus
- Der Bauch
- Loblied
- Hormigon
- Sohn und Vater
- Pulverschnee













