Lasst uns einmal wieder in die Welt des folkigen Pagan-Metal eintauchen. Die Band Sagenbringer, welche in 2021 gegründet wurde, hat am 30.01.2026 ihr 3. Album veröffentlicht und natürlich habe ich für euch da einmal hineingehört. Macht euch auf ein Album gefasst, welches man schon fast als Hörbuch beschreiben könnte. Losgelegt mit „Feuer und Eis“.
Hier wird man mit atmosphärischen Klängen und einer ruhigen Erzählung begrüßt. Der Einstieg baut einerseits Spannung auf, ist dann aber auch etwas zu ruhig, um einen Hinweis auf die folgenden Songs zu geben. Mit „Valkyrensturm“ wird es dann deutlich härter. Die zwar „harshen“, aber gut verständlichen, Vocals treiben gut an und auch die Instrumentalsektion liefert sehr soliden Metal.

„Berserker“ wirkt darauf etwas melodischer und gibt mit dem wiederkehrenden „Uhh“ genügend Anlass live mit zu „uhhn“. Mit einem martialischen Schrei, passend zum Titel, geht es dann weiter, bis endlich etwas mehr Info zum Berserker vorgetragen werden. Rhythmisch liefert der Track wirklich fein ab und auch die Wechsel zwischen dem Klang der Stimme wirkt mächtig. Der „Freie Vogel“ hält etwas die Stimmung und „Bei Vollmond“ bringt wieder mehr rhythmische Abwechslung.
Hier wird auch die folkige Seite der Band etwas stärker und auch „Zwielichkarneval“ lässt jene nicht zu kurz kommen.„Walpurgisnacht“ und „Freya“ gehen anschließend eher in die Richtung Melodic-Metal und erfrischen mit etwas epischen Vocals. Die zwei Songs lockern etwas auf bevor es mit „Der stete Tropfen“ deftiger weitergeht. „In Odins goldener Halle“ prügelt brav und „Götterdämmerung“ entschleunigt noch etwas, vor dem „Rausspieler“ „Ein goldener Morgen“.
Fazit:
Nachdem es sich bei Sagenbringer um eine recht frische Band handelt, hatte ich mich bisher noch nicht wirklich mit der Truppe auseinandergesetzt. „Zwischen den Welten“ war mir schlussendlich schon etwas zu viel in einer Welt fixiert. Vom Konzept her funktioniert die Sache sehr gut, aber es ist leider zu glatt, um wirklich herauszustechen.
Bei dem Album handelt es sich um ein sehr solides Pagan-Metal-Album, welches aber doch etwas die folkige Seite missen lässt. Ich hoffe, die Musiker nehmen mir folgenden Kommentar nicht zu böse, aber ich muss klar sagen, dass sich die Songs nach etwas härteren Subway To Sally anhören.
Die Instrumentalsektion liefert gediegen ab und der vorherige Vergleich basiert auf den harten Vocals, welche auch massiv gut wirken. Insgesamt hat mich das Album nicht wirklich vom Hocker gehauen, aber auch nicht enttäuscht. Aus meiner Sicht hat die Scheibe solide 7 von 10 Punkten verdient.
Tracklist
- Feuer und Eis
- Valkyrensturm
- Berserker ft. Asenblut
- Freie Vogel
- Bei Vollmond
- Zwielichtkarneval
- Walpurgisnacht
- Freya ft. Nissara
- Der stete Tropfen
- In Odins goldener Hall
- Götterdämmerung
- Ein goldener Morgen













