TERROR: „Still Suffer“

Gregor Eder

Kommen wir zu einer Band, welche sich neben Sick Of It All und H2O schon seit vielen Jahren immer wieder in meiner Playlist wiederfindet. Die unvergleichlich harten TERROR, welche aus der Hardcore/Hardcore-Punk-Szene kaum mehr wegzudenken sind, haben am 24.04.2026, 24 Jahre nach ihrer Gründung, ihr nun zehntes Studioalbum veröffentlicht und es trägt den Namen „Still Suffer„.

Welches Leid hier gemeint ist, werden wir jetzt direkt aus den frischen Songs herauslesen. Losgelegt wird mit „ERASE YOU FROM MY WORLD“ und schon der Titel stellt klar, dass hier ein recht persönliches Leid, ausgelöst durch eine andere Person, thematisiert wird. Hier wird zuerst schön Spannung aufgebaut, bis es mit einem typischen Hardcore-Punk-Riff und einleitendem Schrei so richtig deftig aufs Fressbrett gibt.

Der Titelsong „STILL SUFFER“ prügelt vorerst mit stampfendem Rhythmus auf einen ein, bis mit einem schön mitsingbaren Refrain aufgewartet wird. „PROMISED ONLY LIES“ schlägt textlich auf die verlogene Welt ein, während einem die Gitarren nur so um die Ohren fliegen. „DESTRUCTION OF MY SOUL“ setzt den Fokus anschließend etwas stärker auf Selbstzerstörung und martert mit einem etwas ruhigerem Tempo dahin.

Bewertung: 10 von 10 Punkten
GENRE: Hardcore Punk
VÖ: 24.04.2026
Format: CD / Vinyl / Digital
Label: Flatspot Records
Vertrieb: Cargo
Rezensent: Gregor

Mit „FEAR THE PANIC“ bekommt man dann eine Kooperationsarbeit mit Chuck Ragan von HOT WATER MUSIC vorgelegt, welche sogar von Chad Gilbert (NEW FOUND GLORY) koproduziert wurde. Das merkt man auch etwas, denn zum Ersten ist der Song etwas länger als von TERROR gewohnt und zum Zweiten etwas melodischer als die vorangegangenen Tracks. Nach den circa 3 Minuten geht es dann mit „DEATH TO HOPE“ eher klassisch weiter.

Jay Peta von MINDFORCE hat sich dann beim folgenden Song „BEAUTY IN THE LOSSES“ beigemengt und liefert gekonnt ab. Der Song überrascht mit interessanter Hip-Hop-Attitüde, welche aber ab Minute 1 wieder vom deftigen Hardcore der Band verblasen wird. „A DEEPER STRUGGLE“ wartet anschließend mit einem schon fast Slayer-artigen Intro auf und stampft dann mit einem mächtigen Mainriff durch den Gehörgang.

„TO HURT THE MOST“ tritt darauf wieder aufs Gaspedal, bis man dann von „DECONSTRUCT IT“ überrascht wird. Gemeinsam mit Brody King (GOD`S HATE) und Dan Seely (KING NINE) bringen TERROR einen unerwarteten 8 Minuten langen Abschlusstrack, welcher einen noch einmal so richtig schön durchmartert!

Fazit:

Scott Vogel (Vocals), Martin Stewart (Guitar), Jordan Posner (Guitar), Nicholas Jett (Drums) und Christopher Linkovich (Bass) haben gemeinsam mit ihrem Produzenten und Ex-Gitarristen Todd Jones zehn absolute Brecher produziert, welche nur so nach einem Moshpit schreien. Auch die Gastauftritte sorgen nicht nur für gewaltig Dampf, sondern ebenso für gute Abwechslung.

Wer Konzerte der Band kennt weiß, dass dort eine gewaltige Energie vor und auf der Bühne herrscht und das Album macht direkt Lust sich einmal wieder in das Getümmel zu schmeißen und sich auf respektvolle gemeinschaftliche Art und Weise zu dem mächtigen Sound etwas „nieder zu pogen“.

TERROR sind und bleiben ein Garant für kräftig böse Musik, welcher das Blut zum Kochen bringt, aber auch genau durch ehrliche Wut wiederum verbindet. Danke für ein solch feines Album! Keine Frage, hier gibt es 10 von 10 Punkten!

Tracklist
  1. ERASE YOU FROM MY WORLD
  2. STILL SUFFER
  3. PROMISED ONLY LIES
  4. DESTRUCTION OF MY SOUL
  5. FEAR THE PANIC ft. Chuck Ragan, co-produced by Chad Gilbert
  6. DEATH OF HOPE
  7. BEAUTY IN THE LOSSES ft. Jay Peta
  8. A DEEPER STRUGGLE
  9. TO HURT THE MOST
  10. DECONSTRUCT IT ft. Brody King & Dan Seely

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