Tauchen wir nach all den punkig metallischen Veröffentlichungen einmal wieder in etwas andere Gefilde ein.Joey Landreth und David Landreth kennt man besser unter dem Namen The Bros. Landreth und dieses brüderliche Gespann startete 2013 gemeinsam durch. 2014 durfte sich die frische Band schon über einen New/Emerging Artist of the Year Award freuen und das 2019 veröffentlichte Album„’87“ brachte auch sehr positives Feedback.
Die Erfolgsserie wurde dann 2022 mit „Come Morning“ fortgesetzt und am 14.11.2025 war es so weit, dass die Gebrüder Landreth das neue Werk „Dog Ear“ präsentierten. Ob das Hundeohr auch gut durch den menschlichen Gehörgang zieht, soll nun Thema sein. Bevor wir uns jetzt direkt auf die Songs stürzen, sei noch erwähnt, dass das Duo natürlich auf dem Album nicht alleine zu hören ist, denn mehrere Mitstreiter, auf welche wir noch zu sprechen kommen, haben sich zu der Familie gesellt.
Jedenfalls startet das satte 11 Tracks lange Album mit „Sunrise, Sunset“ und bringt so direkt einen interessanten Einstieg, welcher sich sozusagen mit dem Anfang und dem Ende auseinandersetzt. Klanglich wird man von einer schön gezupften Gitarre verwöhnt, während die zärtliche Stimme einem auf doch melancholische Art und Weise hypnotisiert.
Nach dem ruhigen Einstieg wird es mit „I`ll Drive“ etwas beschwingter. Hier bekommt man neben den Gebrüdern auch Roman Clarke (Drums & Vocals) und Glenn Patscha (B3 & Wurlitzer) zu Gehör.

Jene Kollegen wird man auch in den folgenden Songs an genannten Instrumenten vernehmen dürfen. „Hald Of Me“ folgt auf den doch schön motivierenden Track mit einer geballten Ladung an Melancholie und Schwere, welche erst mit „Vincent“ wieder aufgelockert wird. Bei letztgenanntem Lied hat sich obendrein Joseph Lorge mit dem Tambourine ausgetobt.
Mit „Half Moon Eyes“ wird dann hinsichtlich der Besetzung nochmals nachgelegt, denn hier beeindruckt Murray Pulver mit der akustischen Gitarre und man bekommt Bonnie Raitt, das erste Mal auf diesem Album, zu Gehör. „Tumbling Wild“ entschleunigt wieder etwas, überrascht aber mit einem interessanten Bass-Klang, bis der Titeltrack „Dog Ear“ losbricht und einen vollends mit seiner atmosphärischen Klangwelt hypnotisiert.
Mit „Knuckles“, einer Kooperationsnummer mit Bonnie Raitt, wird dann wieder etwas aufgelockert, wenn auch der Song vom Tempo her langsam dahin schwebt. „Let Me Down Easy“ folgt seinem Vorgänger mit hoffnungsvolleren Klängen, wenn auch textlich die schon aufgekommene Schwere weiter wirkt. Erst mit „Wide Awake And Dreaming“ wird es wieder lauter und direkter, bis „Strande Dear“ das Album mit wohlig warmen Klängen ausklingen lässt.
Fazit:
Ich bin immer wieder von The Bros. Landreth überrascht. Zugegebener Maßen sind mir manche Songs zu träge, auch wenn jene Schwere sehr gut zu den nachdenklich stimmenden Texten passt. Diesmal ist es den Brüdern mit ihren Kollegen gut gelungen nicht zu melancholisch zu werden und die Songs so auf dem Album zu platzieren, dass man etwas zwischen moderat guter Laune und Melancholie mäandriert.
Insgesamt ist mir persönlich „Dog Ear“ etwas zu ruhig, wenn auch die Songs wirklich interessant sind und zum Nachdenken anregen. Daher vergebe ich 7 von 10 Punkten.
Tracklist
- Sunrise, Sunset
- I`ll Drive
- Half Of Me
- Vincent
- Half Moon Eyes
- Tumbling Wild
- Dog Ear
- Knuckles ft. Bonnie Raitt
- Let Me Down Easy
- Wide Awake And Dreaming
- Strange Dear













