THE GUILT: „Naked Rat Dance“

Gregor Eder

Werfen wir einmal einen Blick nach Malmö. In der wunderschönen Küstenstadt in Schweden hat sich ein Duo formiert, dessen Musik man nicht gerade mit der Idylle des Herkunftsorts assoziieren würde. The Guilt präsentieren am 16.01.2026 ihr nun drittes Album und es trägt den Namen „Naked Rat Dance“.

Emma (Vocals/Machines) und Lizzy (Guitar/Bass) sind mir bisher noch nicht bekannt gewesen und umso mehr hat mich das Album überrascht. Losgelegt wird mit „Red Light“ und wird man direkt von einem schön fetten Synth und schon fast Sisters Of Mercy artigem Vibe begrüßt.

Der Opener ist auf jeden Fall sehr tanzbar und macht Lust auf mehr. Mit „Skin“ dreht sich der Wind etwas und man bekommt eine Mischung aus einem Industrial-Sound und punkiger Attitüde serviert, welche hier und da mit quietschenden Synths verfeinert wird. Der nächste Titel hieß in der Entwicklungsphase noch „Rat Dance“ und bezog sich auf das legendäre RAT-Gitarrenpedal.

Bewertung: 8 von 10 Punkten
GENRE: Electro-Punk
VÖ: 16.01.2026
Format: CD / Vinyl / Digital
Label: Icons Creating Evil Art
Vertrieb: Rough Trade
Rezensent: Gregor

Nach einer Zeit entwickelte sich der Song zu „Naked On My Own“, doch der alte Name wurde schlussendlich um das Wort „Naked“ erweitert und zum Albumtitel gemacht. „Naked On My Own“ zeigt sich als lässiger Dance-Track und bringt doch recht melodische Vocals, welche direkt zum Mitsingen anregen.

Mit „Suffer“ wendet sich das Blatt erneut, denn wird es wieder deutlich wirrer und „Weaponry“ legt mit etwas typischeren Electro-Punk nach. „War In My Kitchen“ legt mit fetzigem Beat und schön hartem Gesang noch einen Zahn zu, bevor „CBB“ komplett entschleunigt und schon fast minimalistisch wirkt.

Der ruhige Rhythmus beruhigt einen noch etwas bis „We Like To Dance“ bleibt vergleichsweise zu den vorherigen Tracks entspannt und bereitet somit gut auf „Dance To The Revolution“ vor. Hier wird es dann mit einem schön drückenden Beat und harten Gitarren so richtig punkig. „Our Feline House“ wirkt darauf schon fast freundlich, doch mit dem letzten Song „Basic Witch“ gibt es dann zum Abschluss nochmal so richtig aufs Fressbrett.

Fazit:

Electro-Punk bringt immer wieder seine Überraschungen mit sich. Von lautem Krach bis zu von Drum-Maschinen getriebenen Klängen kann man in dem Genre eigentlich mit allem rechnen.

Nachdem ich bisher von The Guilt so gut wie gar nichts mitbekommen habe konnte ich unvoreingenommen in das Album eintauchen. Die Mischung aus Electro, Punk und sogar etwas Synth-Pop erinnert etwas an Peaches oder auch Amyl and the Sniffers.

Mir persönlich gefallen die etwas diffusen harten Nummern auf diesem Album am besten, doch auch die etwas Fröhlicheren haben ihren eigenen Charme. „Naked Rat Dance“ war für mich jedenfalls ein netter Einstieg in die Welt von The Guilt und ich werde die Band sicherlich im Auge behalten. Für dieses Album vergebe ich einmal 8 von 10 Punkten und warte gespannt auf das Nächste.

Tracklist
  1. Red Light
  2. Skin
  3. Naked On My Own
  4. Suffer
  5. Weaponry
  6. War In My Kitchen
  7. CBB
  8. We Like To Dance
  9. Dance To The Revolution
  10. Our Feline House
  11. Basic Witch

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