So! Jetzt wird es wild! Wenn man den Namen The Toten Crackhuren Im Kofferraum (abgekürzt TCHIK) liest, dann schaut man einmal verdutzt und denkt sich: „Welche Musik kann sich hinter solch einem wilden Bandnamen verstecken?“ Genau diese Frage werde ich euch nun beantworten, denn das aus Berlin stammende Trio hat am 13.03.2026 ihr 5. Album auf die Welt losgelassen. Es trägt den Namen „Love, Hate & Engelenergie“ und es startet direkt mit einer „Supernova“. Der erste Track entpuppt sich als Elektro-Intro, welches einen inhaltlich schon etwas auf die kommenden Songs vorbereitet.
Mit der Elektro-Pop Nummer „In meinem Herzchen“ geht es dann sehr freundlich weiter, denn die Band öffnet ihre Herzen für uns. Die ersten 2 Songs wirken für TCHIK schon fast etwas verhalten und auch der dritte Track ist verhältnismäßig ruhig. „Du bist ’ne Geile“” zeigt sich inhaltlich als Ode an eine Freundschaft und musikalisch als brauchbarer Dance-Track. Mit „Skincare Routine“ geht es dann schon etwas kritischer weiter, denn hier wird sarkastisch der Beauty-Wahn auf die Schippe genommen. Mit „Halt Dein Maul“ gibt es endlich die erwarteten angriffigen Zeilen, die man von der Band gewohnt ist, inklusive bisher eher vermissten Gitarrenklang. Der Song gibt dem Patriarchat gewaltig auf Fressbrett und bringt dabei gute Laune.

Mit „Lieber Gott“ wird dann wieder kurz entschleunigt und eine interessante Auseinandersetzung mit einer verqueren Beziehungssituation vorgelegt. Der Satz „Lieber Gott steh uns bei, wir sind geil.“ sollte eigentlich alles erklären. Zu diesem Song hat die Truppe auch ein feines Video gedreht, welches ihr unter der Rezension finden könnt. Nachdem das Thema Sex schon angerissen wurde, ist es nicht verwunderlich, dass es dann direkt mit „Kink“ weitergeht. Nach dem etwas getragenen Track wird dann in „Meine Wut“ ein Ausflug in die Klassik gewagt und die Zauberflöte etwas zerlegt.
Gemeinsam mit Remote Bondage wird dann in „Nackt auf dem Balkon“ so richtig Gas gegeben bis „Mach dir keine Sorgen, mach dir Nudeln“ für etwas Leichtigkeit im Leben sorgt. „Geist“ beschäftigt sich erneut mit einem Beziehungsthema, aber diesmal in Richtung „Ghosting“. Sozusagen eine tanzbare Auseinandersetzung mit Angst und dadurch resultierenden Rückzug. „Unsere Liebe ist ein Rausch“ stampft etwas „trapig“ durch den Gehörgang, bevor „Kein Freund (ein Täubchen will ich)“ das Album mit einer letzten Ladung Humor abschließt.
Fazit:
Ich verfolge The Toten Crackhuren Im Kofferraum schon eine Weile, da mich die Truppe schon beim ersten Song, den ich vernehmen durfte, abgeholt hat. „Love, Hate & Engelenergie“ bringt genau was der Titel verspricht und eigentlich noch viel mehr. TCHIK sind sich auf alle Fälle treu geblieben, auch wenn der Anfang des Albums auf mich schon fast etwas zu ruhig und freundlich gewirkt hat. Schlussendlich wurden dann aber doch genügend angriffige Zeilen und sarkastische Backpfeifen ausgeteilt. Im Großen und Ganzen kann ich der Band nur zu einem weiteren gelungenen Album gratulieren und vergebe 8 von 10 Punkten.
Tracklist
- Supernova (Intro)
- In meinem Herzchen
- Du bist ’ne Geile
- Skincare Routine
- Halt dein Maul
- Lieber Gott
- Kink
- Meine Wut
- Nackt auf dem Balkon (ft. Remote Bondage)
- Mach dir keine Sorgen, mach dir Nudeln
- Geist
- Unsere Liebe ist ein Rausch
- Kein Freund (Ein Täubchen will ich)













