We Are Scientists liefern seit 1999 eine interessante Mischung aus Alternative Rock und Post-Punk Klängen. Das 2023 veröffentlichte Werk „Lobes“ wurde relativ positiv von den Hörern aufgenommen und so machten sich Chris Cain (Bass/Backing Vocals), Keith Murray (Lead Vocals/Guitar/Keys) und Keitch Carne (Drums) daran an einem neuen Album zu arbeiten.
Am 18.07.2025 war es schlussendlich so weit, dass die Band „Qualifying Miles“ veröffentlichte und natürlich habe ich einmal für euch hereingehört. Begonnen wird mit dem ruhig verträumten Track „A Prelude To What“, welcher sehr geschmeidig durch den Gehörgang zieht. Somit startet die Scheibe einmal sehr ruhig.
Erst mit „Starry-Eyed“ wird es dann etwas schneller und es kommt ein starker 90er-Vibe auf, was nicht verwunderlich ist, denn anscheinend hat sich die Band hier wieder an ihren ursprünglichen Inspirationsquellen aus der Kindheit bedient

Daher ist es nicht unbedingt überraschend, dass man hier Vergleiche zu The Cure und Konsorten ziehen kann. „Dead Letters“ bringt im Anschluss schon einen fast folkigen Vibe, welcher auch ein wenig an Bob Dylan erinnert.
Mit „The Big One“ kehrt kurzfristig wieder etwas Ruhe ein, doch sobald der Refrain losbricht, bekommt man eine Ladung der harten Seite der Band vorgelegt. „Please Don`t Say It“ verringert darauf etwas die Zerre der Gitarre, beeindruckt aber mit einer massiven Bassline und ruhigem, aber mächtigem Klangbild.
Kaum hat man sich an die motivierenden Riffs gewohnt, bringt „The Same Mistake“ etwas Melancholie ins Spiel. Die halligen Drums erinnern an Depeche Mode, während der eingängige Refrain einen hypnotisiert. „What You Want Is Gone“ hält die aufgekommene Stimmung noch etwas, bevor „A Lesson Never Learned“ mit popigem Sound nachlegt. Hier wird mitunter auch in der Kopfstimme herumlaviert, was etwas gewöhnungsbedürftig ist.
Mit „I Could Do Much Worse“ rudert dann wieder zurück und liefert wiederum schön rockig ab. „I Already Hate This“ entschleunigt kurz, doch mit „The Mall In My Dreams“ wird man dann wieder mit einem feinen Gitarrensolo verwöhnt. Abgeschlossen wird das Album mit motivierenden Klängen in „Promise Me“.
Fazit:
We Are Scientists lassen sich nicht oft in meiner täglichen Playlist finden, doch wenn es doch einmal der Fall ist, dann werden von mir eher die härteren Nummern bevorzugt. So muss ich sagen, dass mir „Qualifying Miles“ etwas zu ruhig ist, auch wenn die vorgelegten Kompositionen feine Melodien mit sich bringen.
Aus meiner Sicht haben We Are Scientists wieder einmal ein passables Album hingelegt, welches einerseits „radiofreundlich“ ist, andererseits aber auch gut einheizen kann. Abschließend kann ich nur sagen, dass „Qualifying Miles“ aus meiner Sicht 7 von 10 Punkten verdient hat.
Tracklist
- A Prelude To What
- Starry-Eyed
- Dead Letters
- The Big One
- Please Don`t Say It
- The Same Mistake
- What You Want Is Gone
- A Lesson Never Learned
- I Could Do Much Worse
- I Already Hate This
- The Mall In My Dreams
- Promise Me













