Werfen wir einmal einen Blick nach Atlanta, Georgia, denn dort formierte sich im Jahr 1994 eine Alternative Metal Band, welche mittlerweile bisher nicht nur 3 Gold-Alben hintereinander rausgehauen hat, sondern sich mitunter sogar über eine Grammy-Award-Nominierung in der Kategorie „Best Metal Performance“ freuen durfte.
Die Rede ist von niemand anderen als der Band SEVENDUST, welche am 01.05.2026 ihr nun 15. Studioalbum veröffentlicht hat. Nach „Truth Killer“ (2023) folgte inzwischen, passend zum Veröffentlichungsdatum, „One“ und somit 10 frische Tracks, auf welche wir uns direkt einmal stürzen werden. Die für ihren abwechslungsreichen Metal bekannte Band startet das Album mit „One“, einem Track der mit harter Rhythmisierung, aber auch eingängiger Melodie aufwartet. Abgesehen davon bekommt man auch ein wirklich interessantes Gitarrensolo vorgelegt.
Ein wirklich solider Start! „Unbreakable“ schließt dann mit einem etwas stärkeren Nu-Metal Sound an, welcher aber auch mit etwas Hard-Rock-Attitüde überrascht. Lajon Witherspoon überzeugt nicht nur mit seiner klaren Stimme, sondern auch mit etwas härter „angerauchten“ Passagen. Der zweite Song trumpft auf jeden Fall mit einem sehr eingängigen und mitsingbarem Refrain, welcher auch textlich motiviert.

Mit einem dezent Korn ähnelnden Intro bricht dann „Is This The Real You“ los und entwickelnd sich weitergehend in ein interessantes Rhythmuswechsel-Spiel, welches etwas an Tremonti erinnert. Die bedacht gestreuten Growls sorgen hier auch für gute Abwechslung. „Threshold“ wirkt ähnlich wie sein Vorgänger, dafür wird es mit „We Won“ wieder etwas experimenteller, wenn auch der Refrain wieder sehr glatt und melodisch ist.
Mit „Contrust“ wird dann wieder härter in Richtung Nu-Metal gelenkt, bevor „Bright Sight“ eher hard-rockig abliefert. Der Gesamtsound bisher erinnert etwas an Alter Bridge, was nicht verwunderlich ist, denn „One“ wurde von niemand anderen als Michael „Elvis“ Baskette produziert, welcher auch schon für eben Alter Bridge, aber auch Falling In Reverse, Mammoth und viele mehr tätig war.
„The Drop“ verwöhnt einen mit etwas ungewöhnlicherem Sound und interessant gemischten Gitarrensound, bevor „Blood Price“, als aus meiner Sicht härtester Song des Albums, um die Ecke biegt und endlich richtig harte Nu-Metal Passagen abliefert. Abgeschlossen wird das Album mit dem längsten Song, welcher den Namen „Misdirection“ trägt. Hier wartet die Band nochmals mit einem Wechselspiel zwischen ruhig getragener Melodie und deftigen Gitarrenriffs auf.
Fazit:
SEVENDUST liefern mit „One“ eine interessante Mischung aus Nu-Metal-Attitüde, melodischen Metal, verspielter Rhythmik und Hard Rock. Komplett abgeholt hat mich das Album aber nicht. Sobald man glaubt nun etwas härtere Passagen geliefert zu bekommen, geht es direkt mit feiner eingängiger Melodie weiter, welche die Härte etwas herausnimmt.
Abgesehen von „Blood Price“ wirkt das Album etwas zu glatt gestrichen, auch wenn die generelle Soundqualität wirklich sehr fein ist. Für meinen Geschmack hätte „One“ noch etwas mehr Rauheit vertragen, wenn auch die Scheibe im Gesamten als gelungene Alternative-Metal-Scheibe zu bezeichnen ist. Daher vergebe ich 8 von 10 Punkten.
Tracklist
- One
- Unbreakable
- Is this the real you
- Threshold
- We won
- Construct
- Bright Side
- The Drop
- Bloood Price
- Misdirection













