THE RASMUS: „Weirdo“

Gregor Eder

Die aus Finnland stammende Band The Rasmus feiert dieses Jahr sein 30. Bestehen. Ein solches Jubiläum kann man nicht „ungefeiert“ lassen und so hat die Band am 12.09.2025 ihr nun elftes Studioalbum veröffentlicht.

Das Album wurde „Weirdo“ genannt und soll sozusagen eine Scheibe von Weirdos für Weirdos sein. Was man darunter jetzt zu verstehen hat, soll nun Thema sein. Begonnen wird mit dem Song „Creature Of Chaos“ und hier wird gewaltig losgestampft.

Mit einer massiven Rhythmus-Sektion, schön verzerrten Gitarren, dezenten elektronischen Elementen und zärtlicher Stimme wird das Album gekonnt eröffnet. „Break These Chains“ folgt mit etwas „spacigem“ Intro und einem dezenten Linkin Park Vibe, bis der Song im Refrain schon fast in Richtung Metalcore abdriftet. Mitunter bekommt man hier auch Niko Vilhelm von Blind Channel zu Gehör. Auf die gelungene Kooperation folgt der Song „Rest In Peace“ und auch hier zeigt sich die Band etwas härter als ich sie in Erinnerung hatte.

Bewertung: 8 von 10 Punkten

GENRE: Alternative /Rock
VÖ: 12.09.2025
Format: CD / Vinyl / Digital
Label: Better Noise Music
Vertrieb: FUGA
Rezensent: Gregor

„Dead Ringer“ entschleunigt darauf und bringt einen schön atmosphärischen Sound. Für den Titeltrack „Weirdo“ haben sich The Rasmus Lee Jennings von The Funeral Portrait zur Seite geholt, um einen schön melodischen Rock-Song zu zaubern.

„Banksy“ biegt mit fein rockiger Attitüde um die Ecke und sorgt für etwas Abwechslung mit einem Refrain, der direkt zum Mitsingen anregt. Auf den doch poppigen Song wird mit nochmal eine Ladung an „catchy Riffs“ mit „Love Is A Bitch“ nachgelegt. Hier bekommt man wieder etwas von dem zum Tanzen anregend Sound, welchen man von The Rasmus doch auch etwas gewohnt ist.

„You Want It All“ entschleunigt im Anschluss enorm und bringt zum Ende hin einen schon fast Rock-Balladen-Sound. Mit „Bad Things“ wird noch einmal ein härterer Ton angeschlagen, bevor das Album mit „I`m Coming For You“ ein doch sehr ruhiges Ende findet.

Fazit:

Ich muss ehrlich zugeben, dass mir The Rasmus oft zu soft waren, um in meiner Playlist zu landen, auch wenn einige Hits schon gewaltigen Ohrwurmcharakter hatten. Mit „Weirdo“ hat mich die Band nun zumindest inhaltlich sehr stark abgeholt. Die Kooperationen sind durchaus gelungen und spiegeln auch das Thema des Albums gut wider.

Es ist wirklich ein schöner Ansatz, alle „Weirdos“ (umgangssprachlich „komischer Kauz“, „Spinner“ – siehe Interview) zusammenzubringen und die Einzigartigkeit eines jeden zu feiern. Abgesehen davon ist die Dynamik der Scheibe wirklich interessant und bringt sogar mit dem harten Opener etwas für eingesessene Fans des harten Metals wie mich.

Somit vergebe ich insgesamt 8 von 10 Punkten und wünsche der Band alles Gute zum 30. Jubiläum. Falls ihr noch etwas tiefer in das Album und die Band eintauchen möchtet, findet ihr hier unser Interview mit dem Sänger–> Lauri Ylönen.

Tracklist
  1. Creatures of Chaos
  2. Break These Chains (ft. Niko Vilhelm of Blind Chanel)
  3. Rest in Pieces
  4. Dead Ringer
  5. Weirdo (ft. Lee Jennings of The Funeral Portrait)
  6. Banksy
  7. Love Is A Bitch
  8. You Want It All
  9. Bad Things
  10. I`m Coming For You

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