Weltweit einzigartiger Wattlauf in Cuxhaven

Wolfgang Karg

Cuxhaven, 31.08.2015 – Beim Red Bull Wattlauf 2025 wurde das Watt vor Cuxhaven zur Bühne für ein einzigartiges Laufabenteuer, wie es weltweit in dieser Form noch nie stattgefunden hat.

Es traten bei bestem Laufwetter etwa 550 Läufer:innen zu einer 24, 6 Kilometer langen Strecke von Cuxhaven-Duhnen zur Insel Neuwerk und zurück an – und das mitten durch das UNESCO-Weltkulturerbe Wattenmeer.

Red Bull Wattlauf 2025 © Nordevents


Flut vs. Läufer:innen

Gestartet wurde in drei Blöcken, sortiert nach den persönlichen Halbmarathon-Zeiten. Da das Wasser verspätet abgelaufen war, musste der Zeitplan etwas verschoben werden. Zahlreiche Kurgäste schauten neugierig zu. Gelaufen wurde entlang des offiziellen Wattwanderweges. Es ging über ständig wechselnde Untergründe: Sandbänke, Schlick und seichte Wasserflächen sowie vereinzelt durch Priele, das sind kleine, bis zu hüfttiefe Ablaufbäche, die sich durch das Wattenmeer schlängeln.

Start- und Zielort war neben der Sparkassen Arena Steinmarne. Der Wendepunkt, der auch gleichzeitig den Kontrollpunkt darstellte, lag auf der Insel Neuwerk. Dort konnten die Läufer Hamburgs ältestes Bauwerk, den historischen Leuchtturm, bestaunen.

Watt läuft?

Wer zu langsam war, riskierte von der auflaufenden Flut eingeholt zu werden. Alle Teilnehmenden mussten zwei festgelegte Cut-Off-Zeiten erreichen. Wer diese nicht einhalten konnte, musste das Rennen aus Sicherheitsgründen abbrechen. 14 Läufer sind nicht auf die Insel gekommen oder hatten es nicht rechtzeitig geschafft. In diesen Fällen blieb nur das Warten auf der Insel Neuwerk bis die Flut kommt und die Fähre fahren kann.


Prominente Gesichter der Ausdauer- und FitnessSzene

Mit weitem Abstand gewann Neuschwander das Rennen bei den Männern (1:40:45 Min.). Ganz locker lief er unter viel Beifall der Zuschauer ein und machte sofort ein Interview. Und das, als wenn er nur mal eben um die Ecke gelaufen wäre. Nach etwa 10 Minuten lief er erneut in Richtung Neuwerk. Wahrscheinlich wollte er noch ein bisschen trainieren. Dann am nächsten Wochenende möchte er 200 km rund um den Bodensee laufen.

Schnellste Frau war Florentine Beese (2:03:07 Min.). Was den Läufern blieb waren keine Medaillen – sondern Eindrücke, Bilder und Geschichten. Sollte die Veranstaltung ein positives Feedback haben, könnte sie durchaus auch öfters stattfinden.


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