Zum Wiehern schön

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Bremen, 27.12.2015 - Landauf, landab füllt die Pferde-Show Apassionata große Veranstaltungshallen, in Bremen wurden gleich drei Vorstellungen der neuen Show „Im Bann des Spiegels“ aufgeführt. Knapp 15000 Besucher haben die drei Vorstellungen am Wochenende in der ÖVB-Arena besucht

135 Tonnen Reitsand und 1 500 Quadratmeter Bodenmatten mußten in der Stadthalle ausgelegt werden. 90 Menschen, 50 Pferde und 1 Esel lieferten Bilder, die das Publikum in eine Welt der Illusionen für eineinhalb Stunden mitnahmen, etwas „Kitsch“ gehörte dazu. Die Show-Acts handeln von der Geschichte der Schwestern Amy und Tracy, die sich in einem bizarren Spiegelkabinett aus den Augen verlieren und wiederfinden. Hinter jedem Spiegel war eine faszinierende Welt verborgen.

Die Reise durch die magischen Kosmen führte die Schwestern an fantastische Orte und in ferne Länder, deren exotische Inszenierung einer vielfältigen Pracht an Kostümen und Requisiten Raum gab. So geht es etwa über den Ozean, eskortiert von riesigen „Wellenrössern“, im abgelegenen asiatischen Hafen bahnt sich ein chinesischer Drache den Weg und in einer quirligen Stadt findet ein rauschendes Maskenfest statt. Schön war es anzusehen, wie Trockeneis über die Showfläche waberte und sie in ein Meer verwandelte.

Schwarze Friesenhengste mit ihren düsteren Reitern galoppierten in stürmischer Nacht am Meer heran. Kleine Welshponys der dieses Jahr erstmals aufführenden Österreicherin Kerstin Brein genossen auf einer Blumeninsel ihr Pferdeleben. Alte Bekannte wie die Friesenequipe von Petra Geschonnek, Daphne de Visser mit ihren imposanten 1300 kg schweren Shire Horses sowie die Equipe des portugiesischen Reit-Altmeisters Luis Valença waren mit am Start.

Aber auch Barock-Pintos (eine schwarz-weiße Kreuzung aus einer Friesenstute und einem Altgelderländer-Schecken), Lusitanos oder American Quarter Horses waren zu sehen.

 

Das 13-jährige American Quarter Horse „Jewel“ war früher mit seiner Besitzerin Nina Lill sogar Europameister im Reining, einer schwierigen Disziplin im Westernreiten.

In einer Dschungel-Welt steppte die Apassionata-Tanz-Crew, die mit ihren Choreografien die Stimmung im Publikum anheizte. Reiter-Akrobaten zeigten auf dem Pferd Kopfstände und Purzelbäume. Einer von ihnen kletterte sogar unter dem Sattel des galoppierenden Pferdes durch.

Die Equipe von Alex Giona mit schneeweißen Pferden formierten sich anmutig in Gleichklang. Nur mit Stimme und Körpersprache dirigiert er die Pferde. Dressur in seiner schönsten Form, nur PETA macht sich da trotzdem Gedanken, wie viel Anforderungen und Entbehrungen die Pferde dafür ertragen müssen.

Erstmals ist sogar eine Tuchartistin Teil der Show. So schwebte Gulia, die Tochter des Freiheitskünstlers Alex Giona, mit graziler Leichtigkeit meterhoch über der Reitbahn.

Die gesamte Pferdeshow ist Reitkunst der Superlative, von Musik bis Bühnenbild samt Videowelt perfekt arrangiert. Bis Juni 2016 wird sie Zuschauer in 30 Städten Europas in seinen Bann ziehen.