Blackmail beim Deichbrand-Festival 2014

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Cuxhaven/Nordholz- Immer Donnerstags geht es los: Blechlawinen rollen ins sonst so idyllische Wanhöden bei Nordholz. Es ist wieder Deichbrand-Festival und Donnerstag ist wie immer Warm-Up-Tag. Bei knapp 30 Grad eigentlich überflüssig. „Welcome to Rock-City“ prangt es von einem riesen Banner über dem Eingang. Staus sind normal, wenn 40.000 zu einem Veranstaltungsort kommen wollen.

Der erste Abend fand traditionell im Füürpüüster-Zelt statt, draußen wurde noch an der Open Air Area gearbeitet. Früh anzureisen hatte sich gelohnt, es gab gleich einiges gutes auf die Ohren!

Gegen 17:00 Uhr wurde das Zelt geöffnet und füllte sich nur mäßig. Viele waren wohl noch mit Zelt aufbauen oder Getränkekauf beschäftigt oder vertilgten schon mal das erste kühle Bier. Es war bereits sehr warm und stickig in dem riesigen Zelt.

„La Contianza“ eröffnet das Festival gefolgt von „The Intersphere“. Danach trat die deutsche Independent-Band Blackmail aus Koblenz auf. Die aktuelle Besetzung der 1994 gegründeten Band besteht aus dem Sänger Mathias Reetz, dem Gitarristen Kurt Ebelhäuser, dem Bassisten Carlos Ebelhäuser und dem Schlagzeuger Mario Matthias.

Zwar hat die Band durch den Sängerwechsel einiges durchmachen müssen, Reetz fügt sich stimmlich hervorragend in den neuen Sound ein. Ein Muss für jeden, der die alten Platten kennt, oder was besonderes kennen lernen will.

 

Sie legten recht druckvoll los. Man merkt es ihnen an, dass sie live mit viel Freude und Routine zur Sache gehen. Die Band war mit einigen Platten in den Charts vertreten und spielte diese auch vor dem im Laufe des Auftritts immer mehr werdenden Publikum, was die Songs mit viel Beifall bedachte.

Die EP Foe aus 2003 feierte in Japan große Erfolge, deshalb beschloss die Band damals, dort auf Tournee zu gehen. Nachdem Blackmail aus Japan zurückgekehrt waren, wurde ihnen angeboten, am Soundtrack zum deutschen Kinofilm Kammerflimmern zu arbeiten, was sie auch zusammen mit Lee Buddah und Regisseur Hendrik Hölzemann taten.