Smoke on the Weser

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Bremen- Im Rahmen ihrer Hallentournee waren die anglo-amerikanischen Rocklegenden Deep Purple am 16. November 2012 in der Bremer Halle 7 zu Gast. Als Supportband hatten sie die deutlich jüngeren Edguy dabei, die wie die Hauptband ein zufriedenstellendes Konzert ablieferten.

Edguy fetzten mit rockigem Metal los. Ihre Musik war eine Mischung aus Heroen der 80er Hardrockszene und klang anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, man konnte sich aber gut hineinhören.

Es ist jetzt genau 40 Jahre her, dass die vier Töne von „Smoke on the Water“ auf dem Album „Machine Head“ von Deep Purple erschienen ist. Diese vier Töne wurden zum Rock`n Roll Klassiker.

Deep Purple waren die Ersten, die Hardrock mit klassischen Elementen vermischten. So verwunderte es nicht, das die Musiker zum „Tanz der Ritter“ aus Sergej Prokofjews „Romeo und Julia“ die Bühne beraten. Dann legten sie aber gleich heftig und rockig los und machte vor allen Dingen auch so weiter.

Das instrumentale Jamming fiel oft sehr lang aus, war aber seit jeher ein Markenzeichen der Band. Ian Gillan konnte so seine Stimme schonen. Diese klang daher auch noch einwandfrei und zeigte erst zum Ende des Konzerts leichte Ermüdungserscheinungen.

Mit „Fireball“ kam ein knackiger Opener mit dankbarem Part für Drummer Ian Paice (neben Gillan und Bassist Roger Glover der einzige aus der Urzeit dieser Band), danach ein wummerndes „Into the Fire“. auf den Tasten beherrscht. Aber Hut ab, gekonnt ist gekonnt.

 

Ein Keyboardsoli von Don Airey klang über Strecken so, als wolle ein Alleinunterhalter zeigen, das er von Bachs und Mozarts „Rondo Alla Turca“ bis zum Psychedelic Rock alles drauf hat.

Auch ein Schlagzeugsolo von Ian Paice zeige einen Meister an den Trommelstöcken. Als Schlagzeuglehrer und Vorbild für Generationen von Trommlern hat er eben nicht nur den Rock im Blut, sondern auch noch die technische Virtuosität in den Fingern.

Fast konventionell wirkte Smoke on the Water, wenn man von der üblichen Verlängerung zum gemeinsamen Mitsingen ab sah. Die legendäre Schlichtheit in g-Moll wurde durch die klangliche Wucht der E-Gitarre nicht ohne Grund zur Nationalhymne des Rocks.

Mit einer Konzertlänge von fast 90 Minuten ließen die Altrocker das Konzert zufriedenstellend enden und die meisten Besucher verließen in Erinnerungen schwelgend die kahle Halle.