Heiß, heißer, Uelzen

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Uelzen (WKa) Heiß, heißer, Uelzen - die Sonne brannte vom Himmel und es war Sommerfestival auf dem Albrecht-Thaer-Gelände. Nach einem Auftakt mit Santiano und Co. am Vortag ging es am 27.07.2014 weiter. Rund 7000 Menschen zog es am Sonntag zum Sommerfestival in die Arena, als Frida Gold, The Baseballs, Bosse und The BossHoss aufspielten.

„Morgenmän“ Franky von Radio FFN machte die Moderation und kündigte als erstes Alina Süggeler, besser bekannt als Frida Gold an. Sie machte mit ihrer Band den Auftakt zu einem rundum gelungenen Festival. Mit dabei waren ihre Hits wie „Zeig mir wie du tanzt“, „Die Dinge haben sich verändert“ und „Liebe ist meine Religion“ von ihrer diesjährigen CD.

Nach einer halbstündigen Umbauphase traten The Baseballs auf. Die Berliner Rock-`n`-Roll Band war nach einigen Echos als bester "Newcomer national" bzw. "Bester nationaler Act im Ausland" insbesondere durch die Teilnahme zum Vorentscheid des Eurovision Song Contest 2014 bekannt geworden. Sie konnten die Zuschauer vollauf begeistern. Da wo Platz war, wurde mitgetanzt.

Axel Bosses Lieder waren dabei etwas ruhiger, dennoch war er schon nach dem ersten Lied "Kraniche" total durchgeschwitzt. „Ich ziehe meine Jacke nicht aus, damit ich möglichst schnell auf eure Temperatur komme!“ witzelte Bosse. „Dass Uelzen so gut aussieht und so sexy ist! Das ist in Hamburg anders....“ – die rund 7000 Zuschauer am gestrigen Festivaltag erhielten von Bosse ein Kompliment. Das Energiebündel Bosse tanzt und tanzt und tanzt: Er konnte nicht stillstehen, forderte zum Mitsingen auf, was das Publikum auch lauthals tat. Es folgte ein Duett mit Keyboarderin Valentine Romanski: „Winterdepression“ und natürlich: "Schönste Zeit".

Wieder eine kurze Umbauphase. Darauf hatten alle gewartet, die Jungs mit den Cowboyhüten betraten die Bühne- der Headliner des Abends: The BossHoss. Das Publikum jubelte. Auffällig viele Zuschauer hatten Cowboyhüte aufgesetzt, BossHoss-Shirts und Western-Boots an.

 

Nachdem die ersten Songs erstauntlich rockig waren, kamen drei ruhigere Lieder in Folge. Danach zog „Boss Burns“ Alec Völkel sein Shirt aus, sprang in die Menge und ließ sich auf Händen einmal hin und zurück tragen. Danach das alt bekannte Spiel: Nach Anweisung von Alec gingen (fast) alle in die Knie. 1, 2, 3... und die Menge sprang auf! Die siebenköpfige Band zeigte an diesem Abend wieder, dass sie eine absolut sehenswerte Live-Band sind und bei Auftritten wirklich alles geben. „Don´t gimme that“, „Hey Ya“ und der aktuelle Hit „Do it“ wurden performt.

Dann Pause- die Zuschauer forderten Zugabe, viele gingen bereits schon zum Bahnhof, um den Zug in die Heimat zu bekommen. Danach brannte wieder die Luft in der Arena, die Band gab noch einmal alles. Diese Energie – bei der noch immer andauernder Hitze. „Wir sehen uns wieder, ok?“ ruft Sascha am Ende. Klar, und die Band wird viele Fans dazu gewonnen haben.

Ein Festival, erstmals über zwei Tage, mit einem konträren Programm an beiden Tagen, sodass alle Bevölkerungsschichten angesprochen werden, machte das Konzept von Uelzen Open R aus. Optimal ist die Arena, in der Applaus und Gesang des Publikums von zwei Tribünen reflektierte. Veranstalter Ulrich Gustävel sieht für 2015 und 2016 mehr Chancen, auch internationale Künstler nach Uelzen zu ziehen. Die Planungen dafür laufen bereits.