Thirty Seconds To Mars ließen es in Hamburg krachen

Wolfgang Karg

Hamburg, 12.05.2024 – Sänger und Schauspieler Jared Leto (52) kletterte zur Ankündigung der aktuellen „Seasons 2024 Welttournee“ im letzten November auf das Empire State Building in New York. Bekanntlich ist er seit vielen Jahren ein passionierter Kletterer. Derzeit ist er mit dem Tourtross nach Lateinamerika in Europa unterwegs und weiter geht es dann nach Nordamerika, Australien und Neuseeland. Und so machten die 1998 gegründeten 30 Seconds To Mars auch in der Barclays Arena für ein Konzert halt. Aufgrund des Schauspielerstreiks und der daraus resultierenden Verzögerungen in Jareds Zeitplan für Dreharbeiten an Filmen finden die Konzerte in Hannover und Köln später statt.Hamburg konnte beibehalten werden und ist somit Tourauftakt für Deutschland gewesen. Im März hat er auch sein nächstes Filmprojekt angekündigt: Der Sci-Fi-Film „Tron: Ares“ soll 2025 in die Kinos kommen, Leto verkörpert darin die KI-Figur Ares.

© Nordevents

Zunächst spielte als Support Jagwar Twin (gebürtig Roy English) aus Los Angeles. Er ist ein Alternative-Pop- Singer-Songwriter, der mit Künstlern wie Beck, MGMT und Gomez verglichen wird. Seine Debütsingle „Loser„“ wurde 2017 veröffentlicht, seitdem hat er zwei EPs und drei Singles veröffentlicht. Sein bisher größter Hit ist „Lose Your Head„, den er auch an diesem Abend performte.

Der Rock-Jesus ließ viel singen

Gegen 21 Uhr nahm der Geräuschpegel in der Arena erneut deutlich zu, denn Shannon Leto (54), der Drummer der Band und zugleich älterer Bruder von Jared, machten sich auf den Weg zur Bühne über den Zuschauerraum und den Bühnengraben, nachdem die Beiden bereits über die beiden grossen LED-Leinwände aus dem Off zu sehen waren und ein Countdown-Intro heruntergezählt wurde. Auf der Bühne angekommen, ging es gleich mit “Kings and Queen” los. Beim zweiten Song “Up in the air” gab es die erste Ladung aus den Konfettikanonen. Bei “Rescue Me” durften einige Fans mit auf die Bühne, die ihr Glück kaum fassen konnten. Der für die Tour namensgebende Song “Seasons” kam als sechstes Lied.

Insgesamt bemühte sich Jared wie immer um viel Interaktion mit dem Publikum, das bereits vom ersten Song an fleißig mitsang. Uns fiel gleich auf, dass Jared die 5000 Fans extrem viel selber singen ließund sich lieber elfengleich und drehend über die Bühne bewegte.

Der Hit „This Is War“ vom gleichnamigen Album, das 2009 erschienen ist, bendete das erste Set und einige Lieder wurden von ihm anschließend akustisch vorgetragen.

Viele Bands rufen ihre Fans dazu auf, doch das Konzert zu genießen und nicht immer mit dem Smartphone zu filmen. Anders bei dieser Band: Der charismatische Frontmann filmte sich und seinen Bruder mal eben für Instagram oder rief per Videocall seine Mutter an, um ihr zum heutigen “Mothers Day” zu gratulieren. Er brachte ihr in der Kürze der Zeit auch bei “Dankeschön” auf deutsch zu sagen.

Viel Konfetti für die Fans

Lediglich vier Stücke des neuen Albums „Love Lust Faith + Dreams“ fanden ihren Weg ins Set, was jedoch keineswegs enttäuschend war.

Der Abend war fast um und mit “Attack” beendete die Band das normale Set, doch die Crowd machte immer noch ordentlich Party und freute sich über jede Interaktion seitens Jareds mit ihnen. Er sprach relativ viel mit dem Publikum und beteuerte seine Liebe zu Deutschland und schwenkte die Deutschlandfahne.

Stuck“ eröffnete die finale Phase des Konzerts, gefolgt „The Kill„. Den Schluss des Sets machte, wie nicht anders erwartet, „Closer To The Edge“. Zuvor durften noch viele Zuschauer mit auf die Bühne und es gab noch einmal aus riesigen Kanonen Konfetti. Der Bühnenausleger war gut 5 cm hoch mit weißen Papierschnipseln bedeckt.

Die Letos verabschiedeten sich und verließen die Bühne. Im Großen und Ganzen war es eine erstklassiges Live-Act begleitet von einem beeindruckenden Bühnenbild, die zwar sehr auf Jared fokussiert war, aber trotzdem von viel Interaktion mit dem Publikum und unglaublichem musikalischen Können geprägt war. Die Band bewies wieder einmal, dass sie aus der zeitgenössischen Musikwelt nicht wegzudenken ist.

Setlist

Kings and Queens
Up in the Air
A Beautiful Lie
Walk on Water
Rescue Me
Do or Die
Hail to the Victor
Hurricane
Seasons
This Is War
Alibi
End of All Days
Buddha for Mary
Stay
Night of the Hunter
City of Angels
Attack
Instrumental Interlude

Encore:
Stuck
The Kill (Bury Me)
Closer to the Edge

Weitere Tourtermine

12.05.2024 Hamburg – Barclays Arena

13.05.2024 Berlin – Mercedes-Benz Arena

15.06.2024 – Hannover – ZAG Arena

16.06.2024 Köln- Lanxess Arena

18.05.2024 Wien – Wiener Stadthalle

19.05.2024 München – Olympiahalle

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