VORCHECKING: Frische und unabhängige CD-Kritiken zu aktuellen Alben
DEPECHE MODE: „Spirits in the forest“
Im Grunde kann ich bei Live-Aufnahmen immer nur urteilen ob die Qualität der Aufnahme passt, die Performance der Band mit Video begutachten und darauf verweisen, dass solch große multimediale Veröffentlichung am besten im Gesamtpaket genossen werden. Über die Songs ist ja sonst nicht viel zu sagen, da ihr diese ja großteils kennt.
Zur Rezension
BEYOND THE BLACK: Hørizøns"
Textlich bringt die Band viele Möglichkeiten zur Identifikation, wenn auch für mich kein Refrain wirklich wie ein Ohrwurm hängen geblieben ist. Mir gefällt das Album an sich sehr gut, doch eine Frage stellt sich mir: Woher kommen die Synthesizer-Sounds. Habe ich in meiner Mitgliederlistung einen Keyboarder übersehen? Das ist die Frage die für mich bei diesem Album offen bleibt.
Zur Rezension
MANTAR: „Grungetown Hooligans II“
Hut ab! Verdammt geile Cover und eine gebührende Revitalisierung dieser mitunter fast vergessenen Tracks. Wenn ich daran denke, dass ich beim Erwähnen von Mudhoney als eine der größten Grunge Bands überhaupt schief angesehen werde, aber dann eine meiner Lieblings-Sludge-Truppen etwas von Ihnen zu Gehör bringt, fühle ich mich schwer bestätigt.
Zur Rezension
BOB DYLAN: „Rough and Rowdy Ways“
Ich bin ehrlich gesagt etwas überfordert ein Urteil über ein Werk von Bob Dylan zu fällen, da er für mich nicht nur Musiker, sondern Gesamtkunstwerk ist. Was er nie verloren hat ist seine kritische Einstellung gegenüber vielen aktuellen Themen. Eine Nachhaltigkeit habe ich in diesem Album wieder gefunden und Dylan hat es wieder geschafft mich in meinem Sessel zu bannen.
Zur Rezension
JOHN LEGEND: „Bigger Love“
Ich bin selten von Solo-Künstlern des Mainstreams wirklich beeindruckt, aber Legend ist definitiv eine Ausnahme für mich. Ich habe alle Tracks wirklich mit Genuss gehört und war überaus erfreut, dass er sich nicht davor scheut etwas zu experimentieren. Der Herr liefert wirklich feinen R&B und Soul liefert und meiner Meinung nach sollte davon wesentlich mehr im Radio gespielt werden.
Zur Rezension
OWEN: „The Avalanche"
Das Album ist definitiv nichts für momentan emotional instabile Personen, da die Lyrics einen schon ganz schön mitreißen können und die Klänge einen in eine Art melancholische Trance versetzen. Es handelt sich hier um kein wirklich fröhliches Album und nach dem Hören habe ich auch verstanden, warum Kinsellas auf Wikipedia dem Emo-Genre zugeordnet wird.
Zur Rezension
VARIOUS ARTISTS: „Lockdown Sessions“
Mich interessierte, wie ein Album, welches unter den momentanen Richtlinien hinsichtlich Abstand etc. produziert wurde, klingt. Schlussendlich kann ich nur sagen, dass ich mir vorstellen kann, dass die Produktion etwas komisch gewesen sein muss, doch das Resultat ist bewundernswert und klingt wirklich fein.
Zur Rezension
LAMB OF GOD: „Lamb of God“
Die Tracks klingen nach Lamb of God, die Text bringen einen zum Nachdenken und die Rhythmen sind tight und brachial. Ich war dem Album gegenüber doch sehr skeptisch eingestellt, doch schlussendlich hat mich die Truppe wieder auf voller Linie erwischt! Im Großen und Ganzen war mir das Album dann doch um einen kleinen Tacken zu monoton.
Zur Rezension
HANK VON HELL: „Dead“
An der gekonnten Verbauung von Pop-Elemente, bzw. dem freien Umgang damit in diesem Album, merkt man, dass Hank von Hell sich keine Grenzen setzt nur um „hart“ zu sein. Die Text sind für meinen Geschmack etwas banal, aber musikalisch sehr fein aufbereitet. Die Stimme ist mir hier und da etwas zu nasal, was aber im Großen und Ganzen jener nichts an Stärke nimmt.
Zur Rezension
KATHIE VON SCHLEICHER: „Consummation”
„Consummation“ klingt wie guter Rotwein: schwer und intensiv, dafür sehr gehaltvoll. Nach ihrem bereits wohltuenden Vorgänger-Album ist mit diesem Werk eine starke musikalische Entwicklung von Schleicher zu hören. Ihr ausgeprägter künstlerischer Ausdruck macht die Platte unverwechselbar. Dder progressive Sound sehr stimmig und macht Laune zum intensiven Musikhören.
Zur Rezension
PAUL KALKBRENNER: „Speak Up“ EP
Dass was mich neugierig macht ist, was die Kollegen in der elektronischen Szene so aus diesen Tracks machen werden, denn ich habe im Rahmen meiner Arbeit schon oft genug Kalkbrenner-Mashups gehört, die wesentlich mehr hergegeben haben. Diese wären aber wiederum nicht möglich, wenn der Meister persönlich nicht die Grundlagen liefern würde.
Zur Rezension
PAULS JETS: „Highlights zum Einschlafen“
Ich bin ja normalerweise doch der Typ der gern der härteren Musik fröhnt, doch bei derartiger Pop-Musik bin sogar ich begeistert. Das ganze Album wirkt frisch und hält was der Titel verspricht. Die insgesamt 14 Tracks sind wirklich gut gelungen und meiner Meinung nach eines der besten Pop-Alben, dass ich seit langem gehört habe!
Zur Rezension
SOMEDAY JACOB: „Oxygen Will Flow“
Viel Americana konnte ich nicht finden, aber die Bezeichnung „Neo-Folk“ trifft das was da geliefert wurde, ziemlich gut! Es handelt sich um tiefsinnige, emotionale und ruhige Musik, welche man wohl eher in Ruhe genießt. Die Vocals klingen sehr einfühlsam und wecken schon bei den ersten Worten eine gewisse Empathie gegenüber der Band. Alles in allem ist dieses Album fein produziert.
Zur Rezension
BPMD: „American Made"
Ich bin wirklich sehr entzückt! Als ich gelesen habe, dass sich derartige Ausnahmemusiker auf einen Haufen schmeißen und etwas produzieren war ich schon sehr neugierig. Schlussendlich kann ich sagen, dass das Album wirklich gut gelungen ist und eine nette Abwechslung zu den Hauptbands der Musiker ist.
Zur Rezension
FEUERSCHWANZ: „Das elfte Gebot/ Die Sieben Todsünden“
u Studioalbum Nummer 9 kann ich nur sagen, dass ich mir gut vorstellen kann zu jedem dieser Tracks vor der Bühne Party zu machen, wenn die Texte auch tiefsinnige Substanz zum Philosophieren liefern. Ich habe schon Peter Henrici gesagt, dass ich die Entwicklung der Band wirklich bewundere, denn der Sound wird immer fetter und die Lyrics berühren einen einfach auf voller Linie.
Zur Rezension
MOTRIP: " Elemente"
Mit „Elemente“ liefert MoTrip ein ordentliches Best-Of Album ab, das sich wie eine umgekehrte Zeitreise in MoTrips musikalische Geschichte anfühlt. So beginnt das Album mit dem aktuellen Pop/ Mainstream, MoTrip wandert dann immer weiter in seiner Diskografie zurück. Dabei behandelt MoTrip häufig emotionale Momente und Gefühle untergraben durch starke Popelemente.
Zur Rezension
DION: „Blues With Friends“
Mit „Blues With Friends“ erfüllte sich Dion eine Vision, von der er schon sein ganzes Leben lang träumte. Er wollte ein Album mit Liedern, die so stark und einprägsam sind und die Geschichten erzählen, die erzählenswert sind. Dies ist ihm zu 100 % gelungen. Es wird nicht einfach werden dieses Album in diesem Jahr im Genrebereich Blues noch zu toppen.
Zur Rezension
DIE KREATUR: „Panoptikum“
Einerseits war ich von der Kooperation überrascht, andererseits war sie keineswegs verwunderlich. Spannend war an diesem Debüt schlussendlich die Abwechslung die die Songs gebracht haben. Es bewegt sich alles sehr klar im Industrial Bereich, wenn auch die Grundstimmungen der Songs nicht so monoton Pochen, wie die teilweise verwendeten Sampler.
Zur Rezension
WE BLAME THE EMPIRE: „Aero“
Für mich ist Authentizität ein sehr wichtiger Faktor wenn es um Musik geht und We Blame The Empire sind durch und durch authentisch in ihrer Arbeit, ihren Texten, ihrer Musik und ihren Liveshows, welche sie hoffentlich bald wieder anstarten können. „Aero“ hat für mich musikalisch so wie textlich viele Ansatzpunkte zur Identifizierung gegeben und mich auch emotional berührt.
Zur Rezension
I`M A SLOTH: „My body is my capital“
Um hier keinen Neptoismus vergworfen zu bekommen sei erwähnt, dass es sich bei dieser Band um sehr gute Freunde von mir handelt, mit welchen ich schon oft die Bühne teilen durfte und welche meine Band Magmabay sogar im Booklet des letzten Albums dankend erwähnt hat. Die Truppe weiß nichts von meinem Review hier und ich wurde dafür auch nicht angefragt.
Zur Rezension
THE HEADLINES: „Warpaint“
Ich hatte mir zwar etwas heftigeren Stoff erwartet, aber im Grunde sind The Headlines eine sehr feine Punkrock Truppe welche das 4-Akkorde-Schema abwechslungsreich zu nutzen weiß und weiter auch mit ihren Texten wichtige Messages anspricht. Im Endeffekt kommt mir die Instrumentalsektion teilweise zu fröhlich im Vergleich zu den Inhalten der Texte vor..
Zur Rezension
DESTRUCTION: „Born To Thrash (Live in Germany)“
Live-Alben sind soundtechnisch immer so eine Sache, vor allem weil bei so großen Bühnen die Bass-Frequenzen meist sehr streuen. Generell ist es nicht einfach etwas so einzufangen wie es wirklich war, aber im Falle dieses Albums haben einige Faktoren zusammengespielt, welche dazu geführt haben, dass die Scheibe wirklich sehr gelungen ist.
Zur Rezension
THE 1975: „Notes on a conditional form“
Es handelt sich hier um eine wirklich sehr vielseitige Band, welche enorme Projekte auf die Füße stellt und in einem Album Kompositionen in alle möglichen Richtungen der Popular-Musik liefert. Das ist schon wirklich sehr beeindruckend, wenn auch bei Hören des Albums etwas verwirrend. Für mich persönlich wirkt das Gesamtwerk etwas überkomplex, aber definitiv mit Hitpotential.
Zur Rezension