VORCHECKING: Frische und unabhängige CD-Kritiken zu aktuellen Alben
UNZUCHT: „Jenseits der Welt"
Ganz blöd gesagt war mein erster Eindruck, dass ich hier eine etwas melodischere und frischere Version von Rammstein vor mir habe. Fakt ist, dass das Album schon ein feines Brett ist, bei welchem die ruhigen Stellen richtig gesetzt sind, sodass kein Song dadurch an Fahrtwind verliert. Die Vocals sind verzerrt gesungen sehr passend und laden zum Mitsingen ein.
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HOLLYWOOD UNDEAD: „New Empire, Vol.1“
Die Songs haben schon gewaltig Dampf und die melodische Parts halten sich in guter Balance mit den pressend Heftigen. Bzgl. des Raps habe ich wirklich nichts zu beanstanden und finde die Passgen sehr interessant, vor allem weil man beim Rappen doch ein paar mehr Sätze loswerden kann. Somit kann ich Hollywood Undead zu einem passablen Album gratulieren.
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SEPULTURA: „Quadra“
Das Album ist ein wirklicher Hammer. Sepultura haben mich immer nur nebenbei mit ein paar Tracks erwischt, doch dieses Album fährt mir durch und durch ins Gebein! Es sitzt einfach alles dort wo es sein muss und ich bin wirklich sehr erfreut, über die punkige Seite des Albums. Ich habe schon lange kein so gutes Sepultura Album mehr gehört!
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HUEY LEWIS and the News: „Weather“
Es ist wirklich schrecklich, wenn sich ein Musiker seines Gehör nicht mehr sicher sein kann, doch andererseits erfreulich, wenn er dem Zustand den Kampf ansagt und weiter macht. Dafür nochmals meinen größten Respekt, doch den hätte der Herr auch ohne von mir für seine Musik! Die Tracks sind wirklich ein sehr feiner Haufen an Rock-/ Pop Varianten und jeder Song klingt einzigartig.
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GREEN DAY: „Father of all Motherfuckers“
Ehrlich gesagt habe ich mich schon auf das neue Album gefreut, doch nach Bomben wie „American Idiot“ und „21 Guns“ hätte ich mir etwas mehr erwartet. Die Frage zu Beginn kann ich nun beantworten. Die Band hat sich, wie ich vermutet habe, noch etwas stärker dem Mainstream zugewandt. Statt Punk leider recht weichgewaschener Rock.
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YE BANISHED PRIVATEERS: „Hostis Humani Generis“
Man könnte sagen, dass die Truppe es geschafft hat ein Album zu kreieren, welches von der Intensität schon abwechslungsreich ist, doch das Gesamtbild hat eine Grundintensität, welche mich irgendwie an einen mäßigen Wellengang erinnert. Die Texte sind wirklich ausserordentlich gut geschrieben, auch wenn man nach einer Zeit keine Paarreime mehr hören kann.
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STOPPOK: „Jubel“
Ich bin wirklich überrascht gewesen wie gut Stoppok mit in der Gesellschaft heiklen Themen umgeht und auch der jeweils gewählte Weg sich musikalisch auszudrücken ist wirklich immens gut gelungen. Nach 18 Alben weiß der Herr sicherlich schon sehr gut, wie er vorgeht und das merkt man. Ich habe schon länger keinem Singer/Songwriter so gerne zugehört.
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ORANGE BLUE: „White|Weiss“
Ich bzgl. des Genres immer sehr überkritisch, da sich wirklich diverses unter dem Begriff versteckt, doch Orange Blue sind eben nicht der 0815 Pop aus dem Radio, sondern wirklich fein komponierte Popular-Musik. Die Kompositionen von Orange Blue sind wirklich fein durchdacht und unterhalten enorm mit den Pianokünsten, sowie stimmlich. Gratulation zum 20er!
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CASPIAN: „On Circles“
In meinem Fall hat es mich nicht unbedingt mitgezogen, wenn ich auch die atmosphärische Wirkung sehr interessant gefunden habe. Für mich fehlten schlussendlich irgendwie die Lyrics, speziell nach dem Kooperationstrack, welcher sehr gut dargestellt hat, wie man es machen könnte. Mit Sänger/in würde ich es wesentlich interessanter finden. 
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ITCHY: „Ja Als Ob“
Ich kann über Pop-Punk fluchen was ich will, hier und da gibt es einfach ein paar Bands die wirklich meinen Geschmack treffen. Itchy habe ich in meinen jungen Tagen gefeiert wie ein Blöder und das wird sich anscheinend nicht so schnell ändern. Die Art der Kritik ist wirklich fein und von meinem Blickpunkt gut und wichtig in der heutigen Zeit. Musikalisch und textlich sehr fein gelungen.
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SPANISH LOVE SONGS: „Brave faces everyone“
Ich lag mit meiner Vorannahme völlig daneben und war drüber überrascht wie stark mich das Album angesprochen hat. Einige Gedanken die in den Lyrics verarbeitet wurden bin ich selbst einmal begegnet und konnte mich sehr gut in die Position des Erzähler versetzten. Dies machte mir stärker bewusst wie gut die Vocals die Emotionen übertrugen, welche in den Lyrics liegen.
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THE CADILLAC THREE: „Country Fuzz“
In diesem Fall bin ich beeindruckt, welchen Sound ein Country-Trio auf die Füße stellt und sage mit Bewunderung, dass es für mich nach modernem Country klingt, welcher mich nicht auf Grund textlicher Simplizität einschläfert. Damit ist gemeint, dass auch die Lyrics nette Geschichten erzählen, denen man mit Ruhe sein Gehör schenken kann.
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ANTILOPEN GANG: "Abbruch Abbruch"
Die große Stärke von „Abbruch Abbruch“  zeigt sich wieder in den Texten der Antilopen Gang. Dabei nehmen sie keine Rücksicht und greifen nahezu alles und jeden an. Die Jungs schaffen es jedoch hierbei immer humorvoll und pointiert zu bleiben. Das Album bietet radiotaugliche Tracks, Pophörer werden jedoch vermutlich durch die vielen Hip-Hop lastigen Tracks abgeschreckt.
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NATHAN GREY: „Working Title“
Ich bin grundsätzlich nicht der größte Boysetfire-Fan und war auch vom ersten Solo-Album von Nathan Gray recht überzeugt, da mir die nachdenklich machende Thematik sehr gut gefiel. Dieses Album gefällt mir dann sogar noch um ein Stück besser, auch wenn ich vergleichsweise eher schneller und härtere Musik bevorzuge.
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GARY MOORE: „Live from London“
Einerseits ist das Album eine wirklich herausragende Prodution, andererseits bin ich beim Hören etwas traurig geworden. Nicht weil mich die Musik depremiert hat, sondern der Fakt, dass ich Moore sicherlich nie wieder live sehen werde und vor allem, dass der Herr an der Spitze seinen Erfolges mit 58 Jahren die Welt der Musik, die bekanntlich sein Ein und Alles war, verlassen musste.
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BREAKING BENJAMIN: „Aurora“
Das Album kann kurzgesagt als ein nettes Best-Off bezeichnen werden, doch mit einer Erläuterung von Herrn Burnley persönlich soll das Album Alt- und Jung-Hörer der Band an die Emotionen, welche Sie beim ersten Hördurchgang egal welchen Album von Breaking Benjamin gehabt haben, erinnern und freudig daran zurück denken lassen.
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X-RAIDERS: „Weltschmerz `89"
Man könnte sagen es handelt sich um ein recht ausgeglichenes Album, doch leider tritt ab der 4. Nummer eine gewisse Monotonie ein. Ein paar mehr Soli und die Sache sitzt schon. Das ist auch schon das Einzige was ich zu bekriteln habe. Lässiger Rock, ein paar interessante Metalpassagen und eine Menge an Old-School-Metal zwischen Iron Maiden und Judas Priest.
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WIRTZ: "Unplugged II"
Das Album klingt einfach sehr ehrlich und man merkt beim Hören, dass die Musiker auch einiges perönliches in die Interpretation der Songs gelegt habe, sonst würden jene nicht so authentisch klingen. Bei solchen Projekten, bei welchen eine Person als Gallionsfigur in den Medien steht und als Mastermind gefeiert wird, bin ich immer sehr vorsichtig, wenn mir nicht klar ist zu wievielen Teilen das nun alles wirklich aus der einen Person stammt.
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