VORCHECKING: Frische und unabhängige CD-Kritiken zu aktuellen Alben
QUERBEAT: „Radikal Positiv“
Ich bin immer wieder verblüfft wie viele Genre die Band mit ihren Instrumenten anschneidet. Die Drums auf dem Album sind mir zwar etwas zu digital, wenn auch eine nette „Trap-Hi-Hat“, wie sie hier ein paar mal vorhanden ist, nicht zu verachten ist. Die Texte regen zum Mitsingen an und behandeln sehr zeitlose Themen. Jedenfalls ist das gesamte Album sehr abwechslungsreich.
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POWERWOLF: „Call of the Wild“
Powerwolf wissen einfach was sie tun. Unter den Refrains findet man wieder enorm „mitsingbare“ Passagen, die Kompositionen und vor allem die Solos fetzen auf feinstem Niveau, die Vocals sind wie gewohnt Spitzenklasse und ich bin als Fan einfach vollends zufrieden. Auch die Struktur der Songs am Album ist sehr gut getroffen ohne das Gefühl zu haben, man hört immer das Selbe.
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DESPERATE JOURNALIST: „Maximum Sorrow“
Man könnte sagen, dass Desperate Journalist eine Mischung aus The Cure, The Smiths, Joy Division bzw. New Order und sogar etwas Depeche Mode liefert, jedoch durch die „Female-Vocals“ dem Ganzen einen komplett eigenen Touch gibt. Man kann sich in den Kompositionen wirklich verlieren und die engelsgleichen Vocals beruhigen einen wirklich sehr.
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MATTHEW DEAR: „Preachers Sigh & Potion: Lost Album“
Die Mixtur des Albums ist wirklich sehr eigen und man kann von keinem wirklichen „Overall-Sound“ der Scheibe sprechen, da jeder Song eine eigene kleine Klangwelt bildet. Ein interessantes Experiment Country, Blues und Electronica zu fusionieren und das Resultat sind bedrückende, teils motivierende Soundlandschaften, welche man so sicherlich im Alltag nicht zu Gehör bekommt.
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RISE AGAINST: „Nowhere Generation“
Die Tracks haben wirkliche eine gewaltige Kraft, textlich sowie musikalisch und es ist wirklich ein Genuss die Truppe einmal in weniger melancholischer Stimmung zu hören. Viele Punk-Rock Bands haben sich über die Jahre eher dem Mainstream zugewandt und sind dadurch auch etwas ruhiger und poppiger geworden, doch Rise Against haben anscheinend die andere Richtung gewählt.
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DIE APOKALYPTISCHEN REITER: „The Divine Horseman“
Die Apokalyptischen Reiter haben mit "The Divine Horseman" ein wirklich sehr interessantes Album geliefert und auch noch dazu gezeigt, dass sie auch mit reiner Improvisation überzeugen können. D ass es sich hier um freie Improvisation handelt, dann muss man zugeben, dass das Album schon eine verdammt coole Leistung darstellt.
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ISLAND: „Yesterday Park“
ISLAND`s „Yesterday Park“ ist gleichermaßen angenehm „unaufgeregt“, wie auch aus aufgewühlten, inneren Gewässern zu hören und bietet dem Zuhörer Raum zum Träumen, Nachtrauern und Konstruieren eines schönen Zukunftsbildes. Thematisch geht es um die Art wie man sich früher in bestimmten Phasen gefühlt hat. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtet.
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HIRAES: „Solitary“
Ich war schon sehr gespannt was Hiraes so liefern würde, da mir einerseits Dawn of Disease sehr gut gefallen hat und ich Britta schon eine längere Zeit für ihre brachialen Vocals bewundere. Das Resultat ist wirklich beeindruckend und verdammt gut gelungen. Die Texte sind nicht zu wage, aber auch nicht zu direkt gehalten und haben viel Raum zur Eigeninterpretation.
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ROGER CHAPMAN: "Life In The Pond”
Ein großes Spätwerk eines einmaligen Interpreten mit seiner typischen rauen, rauchigen Stimme mit dem deutlichen Vibrato, das manchmal an das Meckern einer Ziege erinnert. Man kann nur hoffen, dass sich hinter dem Titel „The Playtime Is Over“ kein böses Omen versteckt und wir in Zukunft noch mehr solche Alben von ihm genießen können.
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MYLES KENNEDY: „The Ides of March“
Myles Kennedy hat eine unvergleichliche Stimme und abgesehen davon hat er sich auch mit seinen Kompositionen ein breites Feld an Genres abgedeckt. Auf diesem Album kommt musikalisch der Country und der Blues nicht zu kurz und textlich kann man es als eine Mischung aus Melancholie, Nostalgie und Zuversicht beschreiben. Das Album ist sehr gut gelungen.
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MONSTER MAGNET: „A Better Dystopia“
Monster Magnet sind unbestritten eine der größten Psychodelic Rock Bands die es auf diesem Erdballen gibt und die neuen 13 Tracks machen enorm Laune. Für mich persönlich ist der Sound dann aber durchgehend etwas zu einheitlich, wenn auch die generelle Dynamik des Albums ganz gut gelungen ist.
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MOBY: „Reprise“
Als Musiker kann ich mir etwas vorstellen was für eine enorme Arbeit hinter dieser Produktion steckt, begonnen bei der Transkription der Kompositionen für ein Orchester, bis hin zur Aufnahme, dem Mixing, dem Mastering und der schlussendlichen Release und bin daher schwerst beeindruckt. Moby nur als „Elektro-Musiker“ abzutun wäre eine Fehleinschätzung.
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SUPERBLOOM: „Pollen“
Ich habe schon lange nicht mehr so guten „New-School“-Grunge gehört. Man kann Superbloom zwar mit den Althasen vergleichen, jedoch ist es wesentlich sinnvoller zu behaupten, dass Superbloom einfach ihren Superbloomsound machen, welcher für sich unverwechselbar, aber vielseitig vergleichbar ist. Anscheinend stellt NY noch immer Soziotop für derartige Musik dar.
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DECAPITATED: „The first Damnes"
Mit dieser Veröffentlichung haben Decapitated ihre Wurzeln entblößt und ich muss sagen, dass die Aufnahmen von damals schon enorm geil klingen. Da kenne ich ganz andere Demotapes aus den 90ern die vom Sound her wesentlich grottiger sind. Somit, gönnt euch diese Scheibe, denn sie ist wirklich eine gute Reise in die Vergangenheit!
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BILLY F GIBBONS: "Hardware”
Ein ausgezeichnetes und sehr abwechslungsreiches Album, das man unbedingt laut hören muss. Man hört es ihm irgendwie an, dass es irgendwo in der glühenden Hitze der Wüste aufgenommen wurde. Das Klangspektrum reicht von klassischem Hardrock bis Neo-Metal, von Country-Rock bis New Wave, von Blues bis hin zu Surfrock-Anflügen.
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BURNING WITCHES: „Witch of the North“
Man kann sagen was man will, die Hexen haben schon gewaltig Dampf. Sie wechseln zwischen Thrash Metal, eher old-schooligem Heavy-Metal und hier und da driften sie etwas von den Drums her in den Death Metal. Das Album ist von den Songs her gut strukturiert und liefert so eine gute Dynamik. Im Großen und Ganzen ist den Hexen „The Witch of the North“ gut gelungen.
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VEXED: „Culling Culture“
Ich war wirklich skeptisch, da es oft vorkommt, dass ein Album hochgelobt wird und schlussendlich wiederum nur 0815-Metal geliefert wird. Bei Vexed ist das jedoch zu 100% nicht der Fall. Es handelt sich um eine absolut feine Truppe mit Kompositionen die einen auf höchstem Niveau wegblasen. Die Vocals sind die besten Female-Metal-Vocals, die ich bisher gehört habe.
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BUCKCHERRY: „Hellbound“
Buckcherry schaffen es einerseits eine Nostalgie aufzubringen indem sie klingen viele gute Rockbands vor Ihnen, andererseits bringen die Songs eine Frische mit sich, welche wirklich gut ankommt. Die Band hat sich nach den vielen Jahren schon gut eingespielt und auch die Texte von Josh gehen sehr gut ins Ohr. Jeder Song hat seine eigene Geschichte.
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KAPELLE PETRA: „Der Frühling“ und „Der Sommer“ - EPs
Um nicht zu sehr am alten Medium des Albums herumzureiten, hat die Band einen ganz anderen Weg eingeschlagen und 4 EP`s zu je 4 Tracks produziert. Die Unterteilung der EP`s ist sozusagen naturgegeben, da es sich um die Scheiben „Der Frühling“, „Der Sommer“, „Der Herbst“ und "Der Winter" handelt. Die Songs wurden sogar in den jeweiligen Jahreszeiten aufgenommen.
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JAN DELAY: "Earth, Wind & Feiern"
Textlich gibt es, abgesehen einiger etwas platten Phrasen, nichts auszusetzen. Und auch musikalisch ist das Album gewohnt professionell und auf eine Art auch vielseitig umgesetzt. Rhythmisch finden sich viele Stile vertreten, ein bisschen Discotouch, ein bisschen Mariachisound, ein bisschen Soul, auch ein bisschen Jamiroquai- alles chic, aber mir etwas zu seicht, etwas zu glatt.
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K.I.Z.: „Rap Über Hass“
Das Trio liefert mit ihrem sechsten Studioalbum den gewohnt tanzbaren, düsteren Sound, Selbstironie gemischt mit klaren, Gedanken zur Gesellschaft. Von mir gibt es für dieses Album voller Spaß, Dunkelheit, Statement - einfach K.I.Z.ganze 08 von10 Punkten. Ein Reinhören und Einhören in das „Musikständer - Universum“ lohnt sich auf jeden Fall.
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