VORCHECKING: Frische und unabhängige CD-Kritiken zu aktuellen Alben
Tocotronic – Sag alles ab
Sag alles ab“ bietet wohl den umfänglichsten Einblick in die Geschichte der Band Tocotronic. Grundsätzlich ist Tocotronic jedoch eine der ikonischten deutschen Bands und „Sag alles ab“ konnte bei mir einige nostalgische Gefühle wecken. Mir stellt sich jedoch ein bisschen die Frage, an wen sich dieses Album richten soll. Tocotronic-Fans besitzen vermutlich alle Alben.
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Giant Rooks – Rookery
Rookery“ ist ein wirklich gelungenes Debütalbum. Dieses konnte man jedoch erwarten, da die Giant Rooks im Grunde bereits alte Hasen sind und ihre Musik bereits viele Fans gefunden hat. Rookery hat daher schon fast ein bisschen was von einem Best-Of Album, nach dem Motto: Man nehme die erfolgreichsten Tracks der letzten Jahre, packe ein paar neue Tracks hinzu.
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Zugezogen Maskulin – 10 Jahre Abfuck
Ich hatte mit dem Album“ so meine Probleme. Zum Einen merkt man, dass den Beiden ihre Themen wichtig sind und das wir hier wahre Wut hören. Zum Anderen muss man sich mit den Tracks wirklich beschäftigen. Daher muss man sich bewusst sein, dass „10 Jahre Abfuck“ im Grunde kein Album zum nebenbei Hören ist und sich dadurch ein wenig anstrengend anhört.
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THE KILLERS: "Imploding the Mirage"
„Imploding The Mirage“ hat mir beim Hören sehr viel Spaß gemacht und zeigt, dass sich auch „Alt“-Rocker noch weiterentwickeln können. Die Rückbesinnung auf 80er-Klänge ist aktuell wohl ein Trend, schadet den Killers jedoch nicht. Bei all der Kreativität muss man jedoch auch sagen, dass das neue Album nicht frei von "Füllern" ist.
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BIFFY CLYRO:„A Celebration Of Endings“
Ehrlich gesagt hätte ich einiges mehr erwartet. Ein paar Tracks liefern sehr interessante Rhythmen und Melodien, andererseits ist das Album im Vergleich zu Früheren sehr mager und ruhig. Es scheint als hätte eine der größten progressive Rock Bands ihren roten Faden verloren und nun versucht jene, einfach an beiden Enden des Mainstreams und des Undergrounds zu punkten.
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LONG DISTANCE CALLING: „How do we want to live?“
Ich bin wirklich sehr beeindruckt. Irgendwie habe ich das Album eher als Soundtrack meiner während des Hörens aufkommenden Gedanken empfunden und ich glaube derartiges hat noch keine Band bei mir geschafft. Ich kann hier wirklich nicht mehr als: „Verdammte Axt, was war das für ein Trip“. Hut ab vor Long Distance Calling!
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NOFX/FRANK TURNER: „West Coast vs. Wessex“ - EP
Diese Scheibe ist etwas für Fans beider Truppen und ich persönlich habe die neu interpretierten Songs sehr genossen. Weiter bin ich ein großer Freund solcher Aktionen und freue mich sehr darüber, dass es noch immer Musiker gibt, welche sich auf solch einen Spaß einlassen. Die Split-EP ist jedenfalls sehr, sehr gut gelungen.
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LaBrassBanda: "Danzn"
Die Tracks liefern wieder einen Haufen an coolen Dance-Tracks, welche eben nicht 0815 sind. Der bewundernswerte Einsatz der Blasinstrumente ist einfach das Steckenpferd der Band und die Texte setzten dem Ganzen noch die Krone auf. Die Mischung aus Funk, Reggae und Blasmusik ist der Truppe wirklich eigen und mir fällt eigentlich keine vergleichbare Band in diesem Genre ein.
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METALLICA & San Francisco Symphony: „S&M 2“
Wieder einmal ein gekonnter Meisterstreich der größten Metal Band der Welt. Ich bin eher ein Freund der frühen Tage Metallicas, wenn auch die weiteren Alben nach dem schwarzen Album nicht zu verachten sind. S&M und Garage Inc. sind hier für mich Ausnahmen, da sich die Band hier von einer anderen ungewohnten Seite zeigt und das schätze ich sehr.

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DEEP PURPLE: „Whoosh“
Was soll man zu einem Album noch näher sagen. Deep Purple haben uns nun schon über ein halbes Jahrhundert mit ihren Klängen verwöhnt und so wie es aussieht, werden sie das auch noch weiterhin gekonnt tun. Das Album hat mich nun nicht unbedingt weggeblasen, aber es ist Classic-Rock so wie er sich gehört.
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ALANIS MORISSETTE: „Such Pretty Forks In The Road“
Ich habe Morissette immer für ihre authentische Art und emotionale Ehrlichkeit bewundert und dieses Album bring diese Aspekte wieder vollkommen hervor. Man könnte die Tracks auch als traurig oder melancholisch bezeichnen, doch das wäre ungerecht, denn das was Morissette vorträgt ist zu 100% menschlich und berührt dadurch tausendmal mehr als aufgesetzte Melancholie.
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PROVINZ: "Wir bauten uns Amerika"
Mit diesem Album habe ich mich echt schwer getan. Auf der einen Seite merkt man an vielen Tracks, dass die Ideen der Band gelungen sind und auch der musikalische Pop-Folk-Indie-Mix gefällt mir sehr gut. Dennoch bleiben Provinz hinter ihren Möglichkeiten zurück. Teilweise hätte ich mir mehr Text und weniger Textwiederholung gewünscht.  
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THE REAL MCKENZIES: „Beer & Loathing“
Bei der Band handelt sich schlicht um etwas punkigere Flogging Molly in kleinerer Besetzung und da ich reflexartig zum Komasaufen beginne wenn diese Art von Musik läuft, habe ich mich davon, abgesehen von Festivals, ferngehalten. The Real McKenzies produzierenwirklich brauchbaren Punk mit feinem Folk-Einschlag, welcher definitiv zum Trinken motiviert.
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MORSE/PORTNOY/GEORGE: „Cov3r to Cov3r“
Generell finde ich die Scheibe und das gesamte Projekt sehr fein, da das Trio einigen Songs, welche doch schon etwas länger aus den Charts draußen sind, wieder Leben einhaucht. Abgesehen davon bin ich immer wieder verwundert wie offen und vielseitig sich Meister Portnoy zeigt. Alles in allem ist die Scheibe verdammt gut gelungen
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STRIKE ANYWHERE: „Nightmares of the West“
Wenn alle Songs so deftig wie der Letzte wären, dann wäre ich äußerst zufrieden mit dem Album. Generell sind mir die Songs etwas von der Struktur zu ähnlich und dadurch wird das Album recht schnell etwas fad. Die immer wiederkehrenden Pop-Punk-Riffs mit etwas emotionaler Rhythmisierung wirken noch bis zum 3. Song und ab dann wird es etwas mau.
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HAKEN: „Virus“
Haken sind ein wirklich herausragendes Beispiel für guten progressiven Metal/ Rock. Die Songs fetzten einerseits, andererseits gibt es Songs die gerade perfekt am Album zum Entschleunigen platziert wurden. Über die Komplexität der Kompositionen und die Metaphorik der Texte sei gesagt, dass es definitiv mehr als solch eine kleine Review brauchen würde, um alles zu erfassen.
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BUSH: „The Kingdom“
Ich höre Bush nun schon seit über 10 Jahre und ich dieses Album hat mich nicht nur musikalisch sondern auch textlich stark bewegt. Die Riffs sind nicht überkomplex und man erwischt sich schneller beim Mitnicken als man glaubt. Abgesehen davon sind die Kompositionen und Text von Rossdale immer wieder ein Genuss.
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BURY TOMORROW: „Cannibal“
Bury Tomorrow habe ich durch die ersten Alben sehr früh in die Core-Kiddie-Schublade abgelegt, da mich seit jeher einfach die Platzierung der Clean-Vocals gestört hat, generell auf das Genre bezogen. Doch schlussendlich habe ich über die Jahre festgestellt, dass sie immer mehr herausragende Metal-Musiker geworden sind.
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