VORCHECKING: Frische und unabhängige CD-Kritiken zu aktuellen Alben
GABBY BARRET: „Goldmine”
Wenn man das Album durchhört, hat man irgendwie das Gefühl: „Hey, das hab ich doch schon irgendwo gehört“. Mit diesem Gedanken könnte man gar nicht so falsch liegen, es handelt sich nämlich um ein weiteres Produkt einer (aufgeblasenen) US-Major Label Musikindustrie, gemacht für den Mainstream. Diesen Umstand darf man Gabby Barret jedoch nicht vorhalten.
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DIE ORSONS:  "Tourlife4Life"
Für mich hatten Die Orsons immer was von Deichkind light was vor allem daran liegt, dass es sich bei Beiden um ausgewiesene Party-/Konzerthighlights handelt. Doch wo Deichkind meist an Absurdität nicht zu überbieten ist, bleiben die Orsons ein wenig auf dem Teppich. Mit „Tourlife4Life“ liefern die Jungs ein gelungenes Partyalbum ab, was live sicherlich besser Stimmung macht.
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STORM SEEKER: „Beneath in the cold“
Einerseits finde ich es komisch, dass eine Band ihr Debüt-Album aus dem Vorjahr „Re-released“, andererseits verstehe ich dieses Vorhaben, wenn es sich beim Promo-Stream um die Original-Release handelt, denn in jenem Falle war eine Überarbeitung schwerst notwendig. Die Kompositionen passen vollends in das Genre, die Text haben gute „Miitgröhl“-Refrains.
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SOLAR FAKE: „Who cares, it`s live“
Ich kann hier als Fan der Band nur sagen, dass ich mir über diese Release sehr freue, da ich derartige Klänge am heutigen Mainstream doch sehr vermisse. Wo sind die Zeiten hin in denen man in dunklen Kellern zu Feindflug, Das Ich, VNV Nation und eben Solar Fake so richtig abgegangen ist. Für mich holt „Who Cares, It`s Live“ dieses alte Feeling wieder etwas zurück.
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TRIXSI: „Frau Gott“
Ich bin wirklich sehr entzückt über dieses Album, da es wirklich solider Deutsch-Rock/Indie ist, der textlich bewegt und einen vom Sound her mitreißt. So etwas war zwar von einem erfahrenen Musikerkonglomerat zu erwarten, jedoch ist das Können der Einzelnen nie Garantie für eine funktionierende Zusammenarbeit. Ich bin sehr gespannt was von Trixsi weiter so kommen mag.
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BRUCKNER: "Hier"
Mit „Hier“ haben Bruckner ein wirklich gelungenes Debütalbum abgeliefert. Dabei gehen die beiden Brüder musikalisch in eine ähnliche Richtung wie die frühen Annenmaykantereit, wirken dabei deutlich weniger nachdenklich sondern deutlich optimistischer. Den Beiden gelingt es sehr gut den Hörer in ein wohliges Gefühl einzuwickeln.
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MICHAEL VAN MERWYK: „The Bear“
Michael Van Merwyk mit seiner voll- und wohltönenden, klangvollen Stimme hat wieder mal ein hörenswertes Album geschaffen. Es besticht durch die Mischung aus Blues, Boogie and Folk und wird nie langweilig. Er beschreibt seine Musik selber „als Mischung aus verschiedenen Genres aus der ganzen Welt mit einer ordentlichen Portion Blues“. „American Music – Euro Style“.
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DEPECHE MODE: „Spirits in the forest“
Im Grunde kann ich bei Live-Aufnahmen immer nur urteilen ob die Qualität der Aufnahme passt, die Performance der Band mit Video begutachten und darauf verweisen, dass solch große multimediale Veröffentlichung am besten im Gesamtpaket genossen werden. Über die Songs ist ja sonst nicht viel zu sagen, da ihr diese ja großteils kennt.
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BEYOND THE BLACK: Hørizøns"
Textlich bringt die Band viele Möglichkeiten zur Identifikation, wenn auch für mich kein Refrain wirklich wie ein Ohrwurm hängen geblieben ist. Mir gefällt das Album an sich sehr gut, doch eine Frage stellt sich mir: Woher kommen die Synthesizer-Sounds. Habe ich in meiner Mitgliederlistung einen Keyboarder übersehen? Das ist die Frage die für mich bei diesem Album offen bleibt.
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MANTAR: „Grungetown Hooligans II“
Hut ab! Verdammt geile Cover und eine gebührende Revitalisierung dieser mitunter fast vergessenen Tracks. Wenn ich daran denke, dass ich beim Erwähnen von Mudhoney als eine der größten Grunge Bands überhaupt schief angesehen werde, aber dann eine meiner Lieblings-Sludge-Truppen etwas von Ihnen zu Gehör bringt, fühle ich mich schwer bestätigt.
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