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MILKY CHANCE: „Mind the Moon“
Irgendwie fühle ich bei dem Album zerrissen. Einerseits kann ich mir die Band nicht länger als 10 Minuten anhören, andererseits gefallen mir die ausgewählten 10 Minuten dann doch recht gut. Für ein für mich etwas verwirrendes Album - die Tracks klopfen etwas unmotivert dahin aber die Texte sind sehr gut gelungen.
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DENIS: „Worldwide Love“
Nächstenliebe hat ja schon Jesus gepredigt, doch die Art auf welche es Denis tut ist wirklich interessant. Mitunter schwingt paradigmatisches etwas der Hamburger Schule mit, was ich als Altpunk sehr begrüße. Die Musik selbst ist recht gelungen, aber jetzt nicht unbedingt etwas was mich vom Hocker haut, im Gegensatz zu den Lyrics die zum Nachdenken angeregt hat.
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NILE: „Vile Nilotic Rites“
Ich habe mich schon sehr auf dieses Album gefreut, da ich wusste, dass es sich wieder einmal um eine Scheibe der totalen Zerlegung handelt. Heftige Beats, unglaublich druckvoller Sound und Lyrics die zum Fantasieren anregen. Somit könnt ihr euch vorstellen das ich durchwegs von dem Album befriedigt bin und es herzlich an jeden begeisterten Metaller weiterempfehlen würde.
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JOHANNES OERDING: "Konturen"
Oerding schafft es mit „Konturen“ nicht sich vom Popsänger zum tiefsinnigen Singer/Songwriter zu entwickeln. Dafür muss man Johannes Oerding zu Gute halten, dass er Popsongs wirklich kann und diese auch durchaus gelungen sind. Der Nachteil dieser Art von Musik ist jedoch, dass die Akteure austauschbar daher kommen und könnte so auch von Forster Max Giesinger o.ä. sein.
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THE SCRIPT: „Sunsets & Full Moons“
Ein paar Stellen in den Lyrics haben mich persönlich auf einem guten Fuß erwischt und auch die Stimme des Sängers ist schon etwas sehr feines. Die Pianopassagen haben mir persönlich am besten gefallen. Insgesamt hat das Album musikalisch einmal 7 von 10 Punkten verdient, doch durch den persönlichen Hintergrund aus welchem jenes entstand gibt es noch einen Punkt drauf!
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MARIUS MÜLLER WESTERNHAGEN: „Das Pfefferminz-Experiment"
Westernhagen kann auf eine enorme musikalische Laufbahn zurückblicken und anhand der schieren Menge an Material finde ich die Idee dieser Neuauflage recht nett. Eigentlich ein Wahnsinn, dass nach so viel Output noch immer etwas nachkommt.  Das gehört dementsprechend gewürdigt und daher gibt es doch noch 7 von 10 Punkten. 
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COLDPLAY: „Everyday Life“
Das Doppelalbum-Konzept ist wirklich gut gelungen, die Story spannend und die Musik passend. Für mich ist das Album eher eine Art Hörbuch, aber ich glaube, dass es so einige Herangehensweisen an die Scheibe gibt. Meine Herangehensweise war vorbelastet durch das vorher durchs Radio gehörte Material und trotzdem bin ich sehr erfreut über das Album.
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LEONARD COHEN: „Thanks for the dance“
Jeder kennt Cohens „Halleluja“ Version, doch seine gesetzte Seite, welche im Alter noch stärker herauszukommen schien, konnte nicht jeder erfassen. Dieses letzte Album liefert in diesem Fall eine letzte Chance eben jene Seite von Cohen zu hören, welche ich schon des Längeren schätze. Dankeschön gen Himmel an Herrn Cohen, welcher uns sehr lange mit sehr guter Musik versorgt hat.
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SILBERMOND: „Schritte“
Mit knapp 34 Minuten und 10 Songs ist das Album recht kurz geworden. Mit ihrer neuen Platte sind Silbermond künstlerisch ein gutes Stück gereift. Silbermond ist nach wie vor in der Lage, ihre Themen in eingängige Songs zu verpacken. Soliden Deutsch-Pop mit gutbürgerliche Songschreiberkunst ohne richtigem künstlerischen Mut auch mal aus der Popschiene auszubrechen.
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MAX HERRE: „Athen“
Ich bin wirklich überrascht, dass ich neben Fiva noch jemanden gefunden habe, der für mich erträglichen Deutsch-Rap produziert. Die Texte sind wie schon gesagt verdammt gut gelungen und auch von instrumentaler Seite her ist das Album schon eine kleine Musikreise wert. Und dann auch noch auf Deutsch ohne „Deine Mudda“ oder „H*rensöhne“ nutzen zu müssen.
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