VORCHECKING: Frische und unabhängige CD-Kritiken zu aktuellen Alben
CLUESO: "Handgepäck I"
IMit "Handgepäck I" liefert Clueso ein angenehm ehrliches und melancholisches Album. Die Unperfektheit und die sanfte Akustik das Instrument geben einem tatsächlich das Gefühl auf Reise zu sein, an einem Ort innezuhalten. Der einzige negative Punkt ist, dass es sich bei dem Album vor allem um eine Sammlung alter Tracks handelt, die zusammengestellt wurden.
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HONIG: "The Last Thing The World Needs"
Was lässt sich über ein solches Album sagen? Es ist Pop und kommt einem dergestalt vertraut und bekannt vor, dass man meint, es schon oft gehört zu haben; dennoch verfehlt die Musik eine gewisse Wirkung auf den Hörer nicht. Eingängige, unaufgeregte Melodien wiegen ihn sanft in weicher Wohligkeit, indes die Lyrics mehr oder weniger geruhsam auf einen niedertröpfeln.
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BERNHOFT & THE FASHION BRUISES: "Humanoid"
Ein gutes, vielschichtiges Album, das meist angenehm einschmeichelnd daherkommt, oft auch groovig und funkig, mit einem angenehmen Schuss Soul. Ein Album, dass dem Hörer in der richtigen Stimmung als wahre Wohltat vorkommt und gewisslich zum immer wieder durchhören einlädt. Vor allem stimmlich sind manche Stellen wirklich herausragend.
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STONE FUNDATION: „Everybody, Anyone“
Ich habe schon lange nicht mehr so guten Funk gehört und es ist sehr selten, dass der Funk den ich höre nach 2000 produziert wurde. Stone Foundation haben mich sehr überrascht und ich habe mich etwas in diesem Album verloren. Es hat mich so ent-spannt das ich es einige Male in verschiedensten Konstellationen durchgehört habe. England hat noch ganz schön Funk in sich.
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MANTAR: „The Modern Art Of Setting Ablaze“
Das neue Album ist 12 Tracks lang geworden und bringt von sludgigen Riffs bis zu düsteren Black Metal–Passagen so einiges zu Gehör. Die brachiale Stimme ist zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, doch bei den Themen der Lyrics durchaus angebracht. Bemerkenswert ist wieder einmal, dass Mantar es schafft einen gewaltigen Sound aufzuziehen und das nur mit Drums und Gitarre.
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THE KOOKS: "Let’s Go Sunshine"
Ein Album das von einem zeitlos wirkenden Sound gekennzeichnet ist und eine sich treu bleibende, und doch gereifte Band zeigt. Es ist bewegend, energiegeladen, melodisch und eindringlich, zuweilen vielleicht ein bisschen zu eingängig, ein wenig zu sanft – aber nichtsdestoweniger ein hervorragendes Beispiel für modernen britischen Gitarren-Pop.
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TARJA: "Act II"
Ein starkes, mitreißendes Live Album, voller Gefühl und zugleich auch voller Energie und Kraft. Das Zusammenspiel aus harmonisch ausgewogener und doch meist eindringlich rasanter Musik mit kantigen Metal Riffs und der unglaublichen Stimmgewalt Tarja Turunens bietet ein geradezu unglaubliches Hörerlebnis, das man nicht so schnell vergessen wird.
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ELVIS PRESLEY: „Where No One Stands Alone“
Ich stehe "neuen" Alben von verstorbenen Musikern immer kritisch gegenüber, da nicht wirklich zu 100% bestätigbar ist, dass jene mit diesem Vorgehen zufrieden gewesen wären, doch dieses Album ist eine Ausnahme. Es fühlt sich an als hätte Lisa Marie ihrem Vater Respekt zollen wollen und mit den anderen Producern eine wahnsinnig feine Scheibe für Elvis-Liebhaber hervorgebracht.
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AS IT IS: "The Great Depression"
Ein abwechslungsreiches, durchaus gelungenes Album, das den Hörer zuweilen in sanfte Klänge wiegt, dann wieder mit heftiger Rasanz aufrüttelt, und im Ganzen gesehen eine wirklich gute Mischung aus Pop und Rock, beziehungsweise Punk und sogar Metal-Elementen darstellt.
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SLAVES: "Acts Of Fear And Love"
Ein sehr schönes Album; mit angenehmer Leichtigkeit und zuweilen unorthodoxer Methodik wird dem Hörer hier ein nettes, rockig-punkiges Werk geboten, das sowohl eingängig wir überraschend und durchdacht ist. Nichts wirkt gekünstelt oder poliert, und gerade deshalb hat alles einen eigenen intensiven Charme.
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FLORENCE & THE MACHINE: "High As Hope"
Florence & The Machine liefern mit "High As Hope" ein sehr tiefgehendes und intensives Album ab. Das ganze Album erscheint deutlich langsamer als die vorherigen, wirkt aber durch die Intimität der Texte deutlich intensiver und mehr aus einem Guß als How Big, How Blue, How Beautiful.
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SOUTHERN EMPIRE: „Civilisation“
„The Crossroad“ hat mich wirklich weggeblasen! Es benötigt einiges an Geduld das ganze durchzuhören, doch lohnt es sich. Eine derartig fein konzipierte Scheibe hatte ich schon lange nicht mehr zur Review. Zu Beginn hat mich die Selbstlobpreisung der Herren auf ihrer Page etwas abgeschreckt, doch nachdem ich ihre Musik gehört habe, stimme ich ihnen voll und ganz zu.
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MONO INC.: "Welcome To Hell"
Das neue Album ist gefühlvoll, intensiv, zuweilen hart und kantig, dann wieder sanft und geradezu flüsternd. Das Album ist durchdacht, und erzählt eine faszinierende Geschichte; die Möglichkeit die Lieder in einer alternativen Version zu hören ist natürlich besonders interessant. Stimmungsvoll, episch und atmosphärisch dicht sind jedenfalls beide Versionen.
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RISE AGAINST: „The Ghost Note Symphonies, Vol. 1“
Wie schon viele Reviewer richtig schreiben, warteten viele Fans schon lange auf solch ein Album und ich muss sagen, dass die Band damit zum richtigen Zeitpunkt zugeschlagen hat. Nach dem Erfolg im letzten Jahr noch so etwas draufzulegen war ein sehr guter Schritt und zeigt wie gut die Band ihre Schritte plant. Resultat dieser Planung ist eine solide Produktion von feiner Musik.
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AnnA Lux: „Wunderland“
AnnA Lux ist eine noch junge Band und für ein Bandalter von 2 Jahren ist das Album schon eine sehr brauchbare Grundlage. Neben netten Rock-Riffs, düsteren Sythesizer-Passagen und melancholischer Stimmen findet man nicht unbedingt viel Neues. Sich nach einem musikalischen Vorbild zu richten ist nicht schlecht führt aber zur Entpersonalisierung des eigenen Werkes.
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