Kontrolle ist gut, Vertrauen viel besser

Zur Bildergalerie

Bremen – 31.10.2019 - In der Premierenveranstaltung des neuen Programms „Trust me“ bewiesen Timothy Trust und seiner Assistentin Diamond Diaz am Reformationstag im GOP Varieté Theater Bremen mit ihrer weltweit mehrfach ausgezeichneten Mentalmagie-Darbietung, dass anscheinend absolute Seelenverwandtschaft nicht nur atemberaubend verblüfft, sondern auch viel augenzwinkernde Komik birgt. Es ist bereits die 3. Spielsaison der Beiden im GOP und wie Timothy auf dem Presseempfang sagte, sind sie nicht mehr so aufgeregt wie vor der ersten Aufführung.

Die Beiden leiteten die Zuschauer durch den Abend, verbanden so unterschiedliche Showeinlagen aus aller Welt miteinander, aber waren neben der Moderation auch für den zauberhaften Part des Abends zuständig. Das neue Programm versprach eine magische Zeit mit einem klassischen Varieté-Programm aus unterschiedlichen Nummern, die meist aus Duos bestanden und somit das Motto „Vertrauen“ dieses Abends untermauerten, da sie sich bei ihrer Darbietung gegenseitig aufeinander velassen müssen. Die Regie führte Knut Gminder.

Wer einen Abend im GOP verbringt, kann sich zurücklehnen und wohlfühlen: Ob leckere Cocktails oder andere Getränke und vielleicht eine Fingerfood-Platte, den Hauptgang dann in Form einer großartigen Show mit tollen Künstlern und Künstlerinnen.

Timothy scherzte über den allseits bekannten Messer-Kisten-Trick, um anschließend Diamond mit 16 Schwertern selbst zu durchbohren, was anhand einer blutverschmierten Front der Kiste zunächst auch erst einmal so aussah. Schließlich schwang die Assistentin eine rote Fahne und entstieg dem Karton. Und selbst in der engen Kiste schaffte sie es, sich wie von Zauberhand umzuziehen. Auf die Frage nach dem Blut: "Ich heile schnell!" sagte Diamond verschmitzt.

Weiterhin gab es von Timothy eine Bauchredner-Nummer mit dem Froschkönig der die Zuschauerin Nadine anbaggerte und eine Nummer, bei der sich Diamond die Augen verband und Timothy allerlei Gegenstände, die er im Publikum an sich nahm, von ihr erraten ließ. Da passte alles, sogar der Akkustand eines Handys.

Zwischen der Rahmenhandlung, durch die Timothy und Diamond führten, traten unterschiedliche, akrobatische Acts auf, darunter die beiden ukrainischen Freunde Alex und Vlad, die sich gegenseitig n im Takte der Musik mit den Füssen durch die Luft beförderten. Ikarische Spiele heißt das in Fachkreisen.

 

Unzählige Kaskaden, Pirouetten, Drehungen und Wendungen wechselten in rascher Folge ab.

Als Compagnie Sôlta trat das brasilianisch–französiche Duo Alluana Ribeiro und Tom Prôneur als Jonglage-Duo eine eigenwillige Nummer mit Bällen und Komik und Alluana zudem mit einem Act am schwingenden Pole auf.

Diego Salles aus Brasilien, seit Januar 2019 Bronze-Preisträger des wichtigsten Artistenfestivals der Welt in Paris, zeigte seiner Performance am Luftring, dem Aerial Hoop, mit eher langsamen Bewegungen aber viel Körperspannung. Der junge brasilianische Künstler wird eins mit seinem Requisit. Seine künstlerische Ausbildung begann, als er mit 14 Jahren in Sao Paolo in der Kultur- und Zirkusschule USINARTE aufgenommen wurde.

The Giurintanos gelten laut GOP als die schnellsten Rollschuhakrobaten der Welt. Marcello Giurintano wirbelte seine Frau Kathy Donnert mit atemberaubender Rasanz durch die Luft. Kathy Donnert begeisterte das Publikum zusätzlich noch mit ihrem Antipoden Act.

Das jamaikanisch–kubanische Duo Zaida Liazeed und ihrem Mann Franzisko beeindruckte durch schier unglaubliche Kraft und gleichzeitiger Balance ihrer Handstandakrobatik mit Equilibristikelementen auf. Im Handstand und seine Partnerin kopfüber auf dem Rücken ging es zum Abschluß noch eine Treppe herunter.

Jeder Teil der Show hatte seine ganz persönliche Note und brachte unterschiedliche Aspekte ein. Und wenn Sie wissen wollen, was Timothys indischer Großvater Halloumi mit der Show zu tun hat, können es sich in Bremen noch bis zum 12.01.2020 ansehen.