Nikolaikirche

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Leipzig - Die Nikolaikirche ist die älteste und größte Kirche in Leipzig. Die Stadt- und Pfarrkirche St. Nikolai wurde ab 1165 im romanischen Stil erbaut. In der Nikolaikirche führte zwischen 1723 und 1750 Johann Sebastian Bach zahlreiche seiner Kantaten und Oratorien zum ersten Mal mit dem Leipziger Thomanerchor auf.

Im Herbst 1989 war die Nikolaikirche zentraler Ausgangspunkt der friedlichen Revolution in der DDR mit dem anschließenden Mauerfall in Berlin am 9. November 1989 und der Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990.

Die Entwicklungen sind eng verknüpft mit dem Phänomen der Friedensgebete und sind ein Grund, warum das Ende der DDR von Leipzig ausging und damals bei zu ihrem Höhepunkt ’89 bis zu 400.000 Menschen auf die Straße bewegte. Das entsprach damals knapp 80% der gesamten Leipziger Bevölkerung.

Ein Zartgrün und ein Weiß wechseln sich im Inneren der Kirche ab und dominieren den Innenraum sowie den Altar. Die Säulen sind filigran ausgearbeitet und ragen majestätisch in die Höhe und gehen in das Kreuzgewölbe über, welches dezent floral dekoriert ist.

Von 1521 stammt die sogenannte Lutherkanzel in der Nordkapelle. Der 1510 von unbekanntem Meister geschaffene Schnitzaltar stand bis 1943 in der Nordkapelle und fand erst lange nach dem Zweiten Weltkrieg dort wieder seinen Platz. Die Orgel der Nikolaikirche geht auf ein Instrument von Friedrich Ladegast aus dem Jahr 1862 zurück, das damals die größte Kirchenorgel Sachsens war.

 

 

Mit mehr als 1400 Sitzplätzen gehört die Nikolaikirche zu den größten Kirchen Sachsens.

Auf dem Platz vor der Kirche befindet sich eine fackelartige Säule, die Nikolaisäule. Die Säule ist Mahnmal der friedlichen Revolution undeine Kopie der Säulen im Inneren der Kirche.

Adresse: Nikolaikirchhof, 04109 Leipzig

Öffnungszeiten: Montag-Samstag 11.30-18.30 Uhr / Sonntag 11.30-13.30 Uhr