Die Isländer Of Monsters and Men sind zurück

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Hamburg, 17.11.2019 (JS) – Die isländische Band Of Monsters and Men ist nach 4-jähriger Pause mit ihrem neuen Album „Fever Dream“ zurück und tourt gerade durch die Welt. Nach den Europa Terminen stehen die Musiker im Dezember auch in den USA und Australien auf der Bühne, im Januar folgen ein paar Termine in Asien. Bevor sie in Hamburg auf der Reeperbahn im Docks halt machten, spielten sie schon Konzerte in Köln und Berlin. In wenigen Tagen folgt noch das vierte Deutschland Konzert in München.

Bekannt wurde die Band mit dem Song „Little Talks“ von ihrem Debütalbum „My Head is an Animal“, das im September 2011 erschien. Seitdem gelten sie in ihrer Heimat als Musiksensation und belegten mit ihren ersten beiden Alben Spitzenpositionen in den Albumcharts.

Als Support war gestern die Dream-Pop Band Vök dabei, die ebenfalls aus Island kommt. Die Band wurde in 2013 gegründet, um an einem isländischen Musikwettbewerb teilzunehmen. Leider hatten sie zu diesem Zeitpunkt noch keine eigenen Songs zum präsentieren. Innerhalb weniger Wochen schrieben sie daher ein paar Lieder und gewannen damit den Wettbewerb. Gestern haben sie die halbe Stunde gut genutzt um das Publikum auf den Hauptact einzustimmen. Insgesamt ein sympathischer Auftritt, den die Zuhörer mit großem Applaus belohnten.

Nach einer 30-minütigen Umbauphase kamen dann Of Monsters and Men auf die Bühne. Gleich zu Beginn wurde die erste Single „Alligator“ vom neuen Album performt. Bekannterweise sind die Isländer ja schon etwas speziell und machen ihr eigenes Ding. Insbesondere in Sachen Mode haben die Bewohner der Nordinsel einen ausgefallenen Geschmack. So war auch das gestrige Outfit der Sängerin Nanna, eine silberglitzernde Hose und rot glänzendem Blaser, sehr extravagant und ist im Gedächtnis geblieben.

 

 

Das erste Highlight für die Fans war der vierte Song „Mountain Sound" im Set, bei dem die Stimmung im Publikum rapide anstieg. Es wurde mitgesungen und viel applaudiert. Es zog sich durch das gesamte Konzert, dass die älteren Songs, aufgrund des Bekanntheitsgrades bei den Fans für mehr Begeisterung sorgten. Auffällig war außerdem, dass sich die Band eher auf die Musik beschränkte und nicht sehr viel mit den Zuschauern agierte, was vielleicht auch auf die nordische Mentalität zurückzuführen ist.

Insgesamt war es ein sehr gelungener Konzertabend im ausverkauften Docks. Die von der Band ausgewählte Setlist, die neben den Songs vom neuen Album auch alle großen Songs der früheren Platten enthielt, war eine sehr gute Mischung. Unter anderem wurden die Hits „Little Talks“, „King and Lionheart“ und „Dirty Paws“ gespielt. Weiterhin waren der schöne Bühnenaufbau und die Lichtshow sehr gelungen. Musikalisch war an dem Abend absolut nichts auszusetzen, jedoch war das Konzert mit einer Spielzeit von knapp 80 Minuten inklusive der Zugaben etwas kurz geraten. Bei bereits drei veröffentlichten Alben hätte man sich noch 2-3 Songs mehr gewünscht. Zufrieden und glücklich waren die Zuschauer trotzdem und man kann davon ausgehen, dass das nächste Konzert in Hamburg auch wieder ausverkauft sein wird.