VORCHECKING: Frische und unabhängige CD-Kritiken

JINGER: „Wallflowers“

Wer in der Metal-Szene unterwegs ist und bisher von der ukrainischen Truppe namens Jinjer noch nichts gehört hat, sollte sich schämen. Tatiana Shmailyuk (Vocals), Roman Ibramkhalilov (Guitar), Eugene Abdukhanov (Bass) und Vladislav Ulasevich (Drums) sind nach guten 10 Jahren in der Branche nicht mehr von dort wegzudenken und am 27.08.2021 wird von der Truppe ihr neues und somit 4. Studioalbum präsentiert.

Die Scheibe nennt sich „Wallflowers“ und ich hatte die Ehre vorab schon hinein zu hören. Bevor ich diesmal auf jeden Song einzeln eingehe und mich in meiner Schwärmerei verliere, beschreibe ich das Album lieber im im Generellen. Was wird mit „Wallflower“ geliefert?  Das Album besteht aus satten 11 Tracks und man wird mit so gut wie allem was man von Jinjer kennt verwöhnt. Die Texte regen zum Nachdenken an und auch die Riffs, sowie die Kompositionen generell, sind sehr progressiv, sodass sie Musiker auch im musikalischen Sinne zum Denken anregen. Der Sound ist absolut mächtig und die Rhythmen so heftig, dass man am liebsten kopfüber in einen Moshpit springen würde, wenn man nicht direkt das Bedürfnis hat sich in die Mitte einer Wall of Death zu stellen.  

Die Stimmgewalt von Tatiana ist immer wieder unglaublich, vor allem wenn es darum geht wie sie die Wechsel zwischen Clean- und Distorted-Vocals vollzieht. Wenn die Band nicht gerade auf progressive bzw. djentige Art zerlegt werden Melodie-Passagen geliefert, in welchen Tatiana ihre engelsgleiche klare Stimme zum Besten gibt. Speziell der Song „Vortex“ zu welchem  übrigens ein sehr beeindruckendes Video schon vorab veröffentlicht wurde zeigt, wie gekonnt Tatiana mit beiden Techniken umgehen kann.

Auch der darauf folgende Song „Disclosure“ bringt eine wirklich beeindruckende stimmliche Performance, wenn auch die Instrumentalsektion hier enorm abliefert. Nicht nur zum Song „Vortex“ sondern auch zu „Mediator“ wurde schon ein Video veröffentlicht, welches ich euch auch nur wärmstens ans Herz legen kann. Im Grunde ist es egal welchen Track man auf diesem Album aufdreht, man wird mit hoher Sicherheit weggeblasen.

Fazit: Der letzte Satz sagt im Grunde schon alles. Viele haben sich schon auf dieses Album gefreut und ich mich definitiv auch. Für mich sind Jinjer eine der aktuell besten Metal-Bands weltweit und ich bin mir sicher, dass die Truppe noch ganz hoch in den Olymp aufsteigen wird. Dieses Album ist auf jeden Fall für mich ein weitere Beweis für die gerade aufgestellte Behauptung. Die Songs liefern von absoluter Zerstörung bis zu emotional starkem Ausdruck so gut wie alles was sich das Metaller-Herz wünscht. Somit kann es für „Wallflowers“ keine andere Beurteilung als 10 von 10 geben !

--> Musikvideo: JINJER - Vortex

 
Bewertung:

GENRE: Metalcore/ Prog Metal

TRACKLIST:

1. Call Me A Symbol
2. Colossus
3. Vortex
4. Disclosure!
5. Copycat
6. Perals And Swine
7. Sleep Of The Righteous
8. Wallflower
9. Dead Hands Feel No Pain
10. As I Boil Ice
11. Mediator 

VÖ: 27.08.21
Format: CD / Vinyl / Digital
Label: Napalm Records
Vertrieb: Universal Music
Auf Tour im Norden: -

  Rezensent: Gregor