THE DAMNED: „Not Like Everybody Else“

Gregor Eder

Verdammt, Verdammt, Verdammt!!!!! So ließe sich der Albumtitel des ersten Werks der nun zu besprechenden Band ins Deutsche übersetzt heißen. Die legendärenThe Damned haben sich am 23.01.2026 mit ihrem neuen und somit 13. Studioalbum zurückgemeldet und als alter Punk freut mich das natürlich sehr.

Seit 1976 ziehen die Verdammten durch die Länder und zelebrieren ihre interessante Mischung aus Punk, Rock, Psychedlic und eine Brise Gothic-Rock. Dezent gespenstisch geht es auch auf der Platte „Not Like Everybody Else los, denn „There`s A Ghost In My House“ sorgt direkt für eine hektische Stimmung, während dem man beim Hören den Geist in seinem Haus sucht. Nach dem gekonnten Einstieg wird man direkt mit einem Cover verwöhnt.

Die ursprünglich von The Lovin`Spoonful stammende Nummer „Summer In The City“ klingt in der Interpretation von The Damned noch ein Stück fetter und bringt selbst im Winter gute Stimmung. „Making Time“ biegt im Anschluss mit einer dezenten 70er-Jahre Attitüde um die Ecke und wirkt fast als wären The Stones etwas härter geworden.

Bewertung: 10 von 10 Punkten
GENRE: Punk/Rock
VÖ: 23.01.2026
Format: CD / Vinyl / Digital
Label: earMusic
Vertrieb: Kontor/Edel
Rezensent: Gregor

„Gimme Danger“ wirkt vom Titel her eher so, als würde es nun härter werden, doch falsch gedacht! Hier bekommt man groovigere Klänge serviert und man hört, dass sich der Song etwas an The Doors anlehnt. Bisher fühlte sich das Album etwas wie eine Hommage an die 70er an, doch mit „See Emily Play“ rückt man dann doch etwas in der Zeit weiter.

Hier fühlt man sich schon eher als wäre man in den verträumten Gefilden von Pink Floyd. „I`m Not Like Everybody Else“ schlägt dann wieder in die zuvor erwähnte Richtung und auch „Heart Full Of Soul“ legt mit einem bluesigen Touch nach. „You Must Be A Witch“ hat dann schon wieder mehr punkigen Drive, wenn auch mit etwas ruhigerer Attitüde.

„When I Was Young“ erinnert in den ersten Sekunden kurz an „Iron Man“ von Black Sabbath, bringt dann aber einen schon fast Deep Purple artigen Sound. In die letzte Runde geht es dann mit „The Last Time“ und so findet das Album ein Ende, welches mit einem Konglomerat der Wirkkraft von den Beatles und The Who überzeugt.

Sobald es still wird, kommt man zu dem Schluss, dass all die Vergleiche hinfällig sind, denn man hat gerade simpel die unvergleichlichen The Damned gehört.

Fazit:

The Damned ist eine der Bands, welche mich noch nie so richtig enttäuscht hat. Es gibt nur noch wenige Legenden, die noch den richtigen Punk in seiner Vielfalt und eigentlich ursprünglichen Offenheit zelebrieren, aber The Damned sind eben nicht wie die Anderen.

„Not Like Everybody Else“ bringt eine wilde Mischung aus eingängigen Tracks mit tanzbaren Riffs, guter aber auch düsterer Stimmung und einer Menge an „relateable Lyrics“. Ich bin einmal wieder durchwegs begeistert von The Damned und muss auch anmerken, dass mit das „Summer In The City“-Cover ausgesprochen gut gefällt.

Keine Frage, hier handelt es sich um ein Top Album: 10 von 10 Punkten.

Tracklist
  1. There`s A Ghost In My House
  2. Summer In The City
  3. Making Time
  4. Gimme Danger
  5. See Emily Play
  6. I`m Not Like Everybody Else
  7. Heart Full Of Soul
  8. You Must Be A Witch
  9. Whe I Was Young
  10. The Last Time

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