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SINGLE MOTHERS: „Through A Wall“

Endlich wiedereinmal was aus dem der deftig ranzigen Punk-Richtung! Aus London, Ontario, gibt es von eine etwas windigen Band wieder auf die Ohren. Seit 2008 macht das Quintett bestehend aus Andrew Thomson (vocals), Brandon Jagersky (drums), Justis Krar (guitar), Peter Landi (guitar) und Riley Simpson (bass), ganz schön Radau, wobei das am 07.09.2018 releaste Album „Trough the Wall“ erst das 3te Studio-Album ist. Nach einigen erfolgreichen Musik-Videos, 2 Singles und 3 Ep`s sind die neuen 14 Tracks wirklich erfrischend.

Sehr verzerrte Vocals die tiefgründige Gedanken dahin plerren und röhrende Gitarren die vom Druck von Drums und Bass durch den Raum fliegen. Die Lyrics beziehen sich auf diverse Problematiken, vom Chaos der eigenen Dämonen bis zur unglaublichen Monotonie des Tourlebens. Das Beeindruckendste an den Tracks ist die Intensität. Es wir einfach knallhart eine Message überbracht und die Rythmen regen dazu an direkt in den Pogo zu springen. Das Hören hat eine Art befreiende Wirkung. Um auf das „windig“ von vorher zurück zu kommen: Die Band schreckt nicht davor zurück hier und da jemanden auszuwechseln. So hat die Band schon 20 verschiedene Mitglieder gesehen und daher ist es nicht verwunderlich, dass die Band etwas nach „hin und her“ klingt.

Alles hat irgendwie Hektik, motiviert jedoch zugleich. Ich selbst habe immer nur Billy Talent, welche mittlerweile Pop Punk produzieren, als beste Punk Band des Landes bezeichnet, doch da habe ich mich selbst zu korrigieren! Eigentlich ist es eine Schande das diese Band bis jetzt nicht in meiner Sammlung zu finden war. Die Rhythmuswechsel ziehen einen wie ein hypnotisierendes Pendel in ihren Bann und die drückende Bass-Drum drängt einen schon fast dazu die Lyrics mitplerrend durch den Raum zu springen, bis einem die Puste ausgeht.

FAZIT: Wie vorhin erwähnt ist es eine wirkliche Schande, dass mir diese Band bis jetzt nicht bekannt war. Das Album werde ich mir auf jeden Fall besorgen und wahrscheinlich die nächsten Wochen exzessiv in meinem Auto hören. Klingt nun nach eine 10 von 10 Bewertung, doch einen Kritikpunkt habe ich! Die Rhythmuswechsel sind sehr ausgeklügelt, doch die melodischen Parts lassen zu wünschen übrige. Daher gibt es nur 9 von 10 Punkten.

--> Musikvideo: Single Mothers - Dog Parks x Switch Off

 
Bewertung:

GENRE: Punk

TRACKLIST:

1. Marathon
2. 24/7
3. Dog Parks
4. Switch Off
5. Catch & Release
6. Enginge
7. Stoic/Pointless
8. Web
9. Across The Couch
10. Big Scar
11. -
12. Tan Line (Like Passing Through A Wall)

 

13. Signs
14.
Evidence Locker

VÖ: 07.09.18
Format: CD / Digital
Label: Big Scary Monsters
Vertrieb:
Auf Tour im Norden:

Rezensent: Gregor