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TAYLOR SWIFT: „Lover“

Wer kennt sie mittlerweile nicht ? Das liebe blonde Mädchen, das so gerne über Herzschmerz oder auch Kompensationsmöglichkeiten bei Beziehungsbrüchen singt. Natürlich meine ich die werte Taylor Swift, welche mittlerweile nicht mehr aus der Kommerz-Branche wegzudenken ist. Durch meine kleine Schwester und auch Cousinen wurde ich immer am laufenden gehalten was gerade bei der mittlerweile 29 Jährigen so abgeht und daher war es auch nicht verwunderlich, als ich vor Kurzem ein neues Album der Dame auf meinem Tisch vorfand. Das nun siebte Studioalbum von Swift enthält satte 18 Tracks und trägt den zu den mittlerweile allseits bekannten Beziehungsproblemen der Sängerin passenden Titel „Lover“.

Der Titeltrack zeigt sich von der musikalischen Seite sehr ruhig und schon fast wie eine leichte Country-Schnulze, textlich mit dem Refrain „you`re my my my my lover“ eher simpel. Dies ist nicht verwunderlich, da die Dame für ihre eingängigen Refrains bekannt ist und dadurch auch schon den ein oder anderen Ohrwurm durch die Gehörgänge geschickt hat. Thematisch zieht sich der Aspekt Liebe unumgänglich durch das Album und ziemlich sicher die damit verbundenen Tracks bald durch unsere Radios.

Man kann sagen was man will, doch von Songwriting hat Taylor Swift schon ganz schön Ahnung. Dadurch ist es auch nicht verwunderlich, dass das Album schon brav in den Charts hinaufklettert. Um zu meinem vorherigen Country-Vergleich zurückzukommen sei erwähnt, dass jener nicht von irgendwo her rührt. Am Album findet sich mit dem Song „Soon You´ll Get Better“ eine Kooperation mit den Dixie Chicks, welche glaube ich keiner Vorstellung bedürfen.

Im Track „ME!“ arbeitete Taylor Swift mit Brendon Urie von Panic! At the Disco zusammen. Das dazugehörige Video ist wirklich gut gelungen und zeigt was ein riesiges Budget so alles ausmachen kann. Spätestens beim „Mihihihihi“ Refrain hat es mir dann aber doch etwas die Zehennägel aufgerollt.

FAZIT: Es ist wie es ist, ich werde kein Pop-Fan mehr. Auch wenn ich es versuche mich dieser popular Musik zu nähern, zähle ich einfach nicht zur Zielgruppe für welche diese Musik bestimmt ist. Trotzdem schreit der Musiker in mir „sei nicht so intolerant und bleibe sachlich!“. Im Großen und Ganzen ist das Album für die Zielgruppe sicherlich sehr brauchbar und wie ich erwähnt habe weiß Taylor Swift schon was sie tut.

Das Liebe ihr Steckenpferd ist soll nicht so schlimm sein, denn auf jenem reiten ja seit Jahren schon die Schlagerfuzis herum. Die Rhythmen sind „catchy“ die Melodien ebenso eingängig und der Erfolg in den Charts zeigt, dass Frau Swift wieder einmal brauchbare Arbeit geliefert hat. Für mich bleiben es dann aber trotzdem maximal 7 von 10 Punkten, da frischer Pop zwar gut aussieht und klingt, dann aber nach einem Jahr meist seinen Reiz verloren hat. 

--> Musikvideo: Taylor Swift - ME! (feat. Brendon Urie of Panic! At The Disco)

 
Bewertung:

GENRE: Pop

TRACKLIST:

1. I Forgot That You Existed
2. Cruel Summer
3. Lover
4. The Man
5. The Archer
6. I Think He Knows
7. Miss Americana & The Heartbreak 
8. Paper Rings
9. Cornelia Street
10. Death By A Thousand Cuts
11. London Boy
12. Soon You`ll Get Better (feat. Dixie Chicks)
13. False God
14. You Need To Calm Down
15. Afterglow
16. ME! (feat. Brendon Urie of Panic! At The Disco)
17. It`s Nice To Have A Friend
18. Daylight

 

VÖ: 23.08.2019
Format: CD / Vinyl / Digital
Label: Republic Records
Vertrieb: Universal Music
Auf Tour im Norden: -

Rezensent: Gregor