WE BLAME THE EMPIRE: „Aero“
Wenn es um Metalcore geht bin ich äußert wählerisch und daher ist es einmal wieder an der Zeit euch ein Album nahe zu bringen, welches für mich ein Paradebeispiel für Innovation in besagtem Genre ist. Die Rede ist von „Aero“ dem zweiten Album, welches von der Österreichischen Truppe We Blame The Empire am 13.04.2020 veröffentlicht wurde. Der Vorgänger „These Waves Won`t Take Me“ war schon ein ziemliches Brett und brachte auch einiges an Emotion, doch jetzt wird mit „Aero“ nachgelegt.
„Updraft“ eröffnet das Album mit gewaltigem Wumms, welcher seit den letzten Single-Veröffentlichungen schon von den Fans erwartet wurde. Thematisch zeigen sich die Texte des Albums sehr sozialkritisch, aber auch emotional verständnisvoll und was Sänger Sebastian „Borsti“ Penninger so an den Vocals vollbringt, ist wirklich eine eigene Klasse für sich. Dies kann man ebenso über die Instrumentalsektion, bestehend aus Moritz „Moli“ Osterer (Guitar), Dominik Bucar (Bass) und Lukas „Prilli“ Prielinger, sagen, denn die „Riffgewitter“ die da über einem einbrechen sind schon gewaltig. „Revelations“ hat es mir speziell angetan, da nicht nur textlich sondern auch musikalisch das Gefühl von unglaublicher Hilflosigkeit oder auch Trance auslöst. „Decisions“ folgt mit ebenso starker Emotion, wenn auch das darauf folgende Lied „Impact“ nocheinmal eine Schippe drauflegt und mit Vocalharmonien und Klavierpassagen eine unvergleichbare Melancholie schafft.
Der Track handelt von der Entäuschung durch andere und die Wut und Verzweiflung die Borsti mit seinen Vocals vermittelt ist derartig authentisch, dass einem die Gänsehaut aufsteigt. „Distress Call“ hat mich textlich schwer erwischt, aber auch die Dynamik des Tracks hat mich sehr mitgerissen. Im Vergleich zu vorangegangenen Veröffentlichungen hat die Truppe beim Sound nochmal gewaltig nachgeschliffen, sodass der Gesamtsound wirklich fett und breit klingt, damit die Songs auch wirklich mit voller Wucht auf einen zukommen. Damit meine ich heftige rhythmische Passagen, sowie emotional Berührende. Auf Platz 6 kommt „Showdown“ und die Ambivalenz zwischen Melodie und Rhythmus ist hier sehr beeindruckend, vor allem in Anbetracht der Lyrics, welche auf die Fragilität eines Jeden hinweisen. „Stay with me“ folgt mit nicht minderer Abwechslung und „Innervision“ sowie „Pathways“ liefern dann wieder eher wuchtige Breakdowns, wenn auch in „Innervision“ ein wirklich geniales Solo verbaut ist, welches ich nun nicht direkt als „hart“ bezeichnen würde. |
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