„Sörensen hat Angst“

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Bremerhaven, 28.02.2020, MW – Man kennt ihn eigentlich knieend in einer Blutlache als Tatortreiniger: Bjarne Mädel. Der Schauspieler gibt nun sein Regie-Debüt – und übernimmt dabei selbst die Hauptrolle in dem NDR Fernsehfilm „Sörensen hat Angst". Bis zum 20. März wird im Landkreis Friesland (Haupt-Drehort Varel), in Butjadingen, Rastedt (Loy), Jade, Zettel sowie zwei Tage in Bremerhaven dreht. In Bremerhaven war Nordevents am Set vor Ort. Gedreht wird im Fischereihafen, wo wir ein Gebäude gefunden wurde, aus dem im Film die Fleischfabrik „Fleischeslust“ gemacht wird. Da überwiegend innen und nur an diesem Ort gedreht wird, wird die Stadt Bremerhaven in dem Film nicht zu sehen sein. Bremerhaven ist für uns dennoch ein wichtiger Drehort, denn hier entstehen Schlüsselszenen, die dem Film die entscheide Wendung geben.

An der Seite von Bjarne Mädel spielen unter anderem Matthias Brandt (als ehemaliger Kurdirektor Frieder Marek) und Peter Kurth (als Geschäftsführer der Fleischfabrik „Fleischeslust“ Jens Schäffler).

Bjarne Mädel sagt zur Frage, warum er Regie führt: „Die Figur „Sörensen“ wurde von Sven Stricker für mich geschrieben und als klar wurde, dass wir den Stoff verfilmen könnten, war unsere Angst groß, dass ein Regisseur oder eine Regisseurin kommen könnte und diese Geschichte nicht so erzählt, wie wir sie im Kopf hatten. Das war eigentlich der Hauptantrieb, mich auch auf die andere Seite der Kamera zu begeben. Auf beiden Seiten der Kamera stehe ich nicht alleine. Ich kenne die Menschen, die ich jetzt mein Team nennen darf teilweise schon sehr lange aus der Arbeit als Spieler und ich kenne und schätze ihre Arbeit sehr. Die Position von Kameramann Kristian Leschner, der nicht nur tolle Bilder macht, sondern auch sehr inhaltlich denkt, ist quasi eine Co-Regie. Die Vorbereitung mit ihm und meinem Regieassistenten Christoph Holsten bildet jetzt die Basis für eine bisher entspannte Atmosphäre beim Dreh. Um als Regisseur einen (Hoffentlich) guten Film zu drehen, braucht man eine gutes Drehbuch, ein tolles Ensemble, was ich mit der Casterin Nina Haun zusammenstellen durfte, ein fachlich sowie menschlich feines Team, spannende Motive, die wir hier an der Küste Niedersachsens gefunden haben und man braucht Vertrauen von der Produktion und dem Sender.

 

Auch hier habe ich mit Jakob Claussen und Christian Granderath äußerst kompetente Rückendeckung. Außerdem habe ich das Glück, dass Regisseur und Hauptdarsteller eine Einheit bilden. Der Spieler macht exakt, was ich ihm sage. Ab und an wünschte ich mir, dass er mich mehr überrascht, aber man kann nicht alles haben."

Zum Thema Druck sagte Mädel: "Wenn man nachts auf einem Acker dreht und es in Strömen regnet und der Sturm alles umzuschmeissen droht, guckt man sich um und sieht ca. 40 Menschen, die leidenschaftlich mit einem zusammen gegen das Wetter und gegen die Uhr kämpfen, um einen guten Film zu drehen.

Das zu erleben ist gleichzeitig erdrückend aber auch extrem erhebend. Heute ist Drehtag 7 von 23. Ich muss los!

Zum Thema Doppelbelastung sagt Bjane: „Sörensen ist Vegetarier, der Schauspieler Mädel leider noch nicht.. mittags stehen beide am Catering Wagen und fragen den Regisseur was sie essen sollen. Nicht immer leicht diese Doppelbelastung.. und immer doppelte Portion schaff ich auch nich immer.“

Die Verfilmung entsteht für Das Erste, gefördert mit Mitteln der nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen / Bremen mbH. Zu sehen ist „Sörensen hat Angst“ voraussichtlich im kommenden Jahr.