Maritime Tage Bremerhaven

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Bremerhaven, 11.-15.08.2021 - Nach der Absage der SAIL Bremerhaven 2020 haben sich der Magistrat und der Senat im vergangenen Jahr dafür ausgesprochen die Veranstaltung in modifizierter Form als Lütte SAIL in 2021 stattfinden zu lassen. Da Corona noch immer nicht Geschichte ist sind nun die noch etwas kleineren „Maritimen Tage 2021“ entstanden, ohne Einlaufparade oder das Höhenfeuerwerk. Die geplanten Groß-Konzerte auf dem Willy-Brandt-Platz wurden auf August 2022 verschoben.

Wäre nicht Pandemiezeit würden sich die Besucher nicht über die allerkleinste Möglichkeit freuen, etwas unternehmen und erleben zu dürfen. Und so waren die Maritimen Tage gut besucht.

Das Event wurde so angelegt, dass maximal insgesamt 50.000 Geimpfte, Genesene und Getestete über die 5 Tage verteilt das angebotene Programm besuchen können. Sogar der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ließ es sich am Freitag nicht nehmen, einmal vorbei zu schauen und das Spektakel bei bestem Sommerwetter zu eröffnen.

Klare Besucherzahlbegrenzungen gab es in den 6 umzäunte Besucherinseln wie „Freibeuter-Insel“ mit einem mittelalterlichen Markt, die rustikale „Haven-Kneipe“, “Freiluft-Kombüse” mit dem "Street-Food-Festival", die “Musik-Werft” mit einer Bühne und Bestuhlung, das „Wein-Deck“ mit Pianomusik oder die „Sand-Bank“, wo das Ticketkontingent für 1000 Personen für die Konzerte insbesondere von DJ Rob Hardt bereits vorab ausverkauft war.

Was wäre ein maritimes Event ohne Schiffe? Davon gab es reichlich zu sehen, knapp 90 lagen an den Kaimauern. Beeindruckende Schiffe wie die "Christian Radich" (Norwegen, 1937), der Dreimast-Topsegel-Schoner "Gulden Leeuw" auch aus dem Jahr 1937 und "Oosterscheide" von 1917, der ehemalige Walfänger "Artemis" und die "Kamper Kogge" (Niederlande), der Galeonennachbau "El Galeon" die rund 4.000 „Seh-Leute“ an Bord begrüßen durfte, die "Pascual Flores" (Spanien) die das erste Mal in Bremerhaven zu sehen war, die "Pogoria" (Polen), die "Alexander von Humboldt II" (der markante Dreimaster mit den grünen Segeln), die "Großherzogin Elisabeth" (Deutschland) oder den ältesten noch existierenden Hochseekutter „Landrath Küster“ von 1889.

Die polnische Windjammer „Dar Mlodziezy“ legte von der Hanse Sail Rostock kommend an der Seebäderkaje an. Auf dem Wasser war immer was los. Bördeboote, Hafenrundfahrten, private Schiffe und die Polizei mit 3 Booten zwischendrin.

Den schönsten Überblick über das Gesamtgeschehen bekam man von der Aussichtsplattform des SAIL City Hotels, dem höchsten Gebäude der Stadt. Die Aussichtsplattform befindet sich in der 20. und 21. Etage auf 86 Metern Höhe und ermöglicht einen unvergesslichen Panoramablick über die Seestadt Bremerhaven und die Havenwelten®. Nicht minder schön ist der Ausblick vom Riesenrad mit einer Höhe von 35 Metern von Otfried Hanstein, da es noch dichter am Geschehen war.

 

 

 

 

 

Auch nach den Maritimen Tagen ist eure Fahrt mit dem Riesenrad wichtig für die Schaustellerfamilie, da zu Pandemiezeiten sämtliche Volksfeste ausgefallen waren.

Wer zwischendurch Hunger oder Durst bekam, konnte beim Street Food Festival mit seinen rollenden Food-Trucks in der „Freiluft Kombüse“ auf dem Willy-Brandt-Platz an der Seebäderkaje einkehren. Der größte Veranstalter in dieser Sparte hat bereits seit 2014 insgesamt über 160 Festivals veranstaltet. Saftige Burger trafen hier auf köstliche Curries, BBQ, Fritten oder süße Verlockungen – die kulinarische Vielfalt für Fingerfood war sehenswert. Probierenswert waren zum Beispiel die frittierten Burger von Tigers Frygers. Pappbrett weg, fritierte Knusperhülle herum. So kann man die Burger kurz beschreiben. Diese gibt es deutschlandweit nur bei diesem Anbieter. Sie werden in 3 Variationen angeboten, aber Achtung: Die Chili-Cheese-Burger sind wirklich sehr scharf! Auch sehr zu empfehlen sind die Speisen von Maison Touareg mit ihren Touareg Wraps und AWA mit senegalesischen Speisen. Der Stand wird von einem Ehepaar und ihrem Sohn betrieben. Die Speisen gibt es mit Rindfleisch oder vegan.

Am Sonntag spielte das Duo Raum27 ambitionierten Deutschrock auf der “Musik-Werft”. Leider haben andere Musiker in den letzten Tagen auch schon vor keinem Publikum spielen müssen, das Konzept der Musik-Werft ist oft nicht aufgegangen. Anders bei Tristan Stadtler (Gesang) und dem 2,06 m großen Mathis Schröder (Gitarre/Klavier), die mit 4 weiteren Musikern auf der Bühne standen. Viele Fans des immer bekannter werdenden Duos waren gekommen. Mehr zum Konzert in einer gesonderten--> Rewiew.

Sonntagabend – die Stände werden abgebaut, viele Fotografen mit Stativen nutzen die blaue Stunde des recht schönen Sommerabends. Das Fest neigt sich dem Ende. Wir haben uns in keinem Moment unwohl gefühlt. Platz war da. Und das Wichtigste war wieder Unbeschwertheit zu erleben. Und auch die leeren Kassen der Betreiber wurden wieder gefüllt. Das macht Hoffnung für die kommenden Monate. Die nächste maritime Festveranstaltung in Bremerhaven soll im kommenden Jahr wieder eine Woche nach der Hanse Sail Rostock vom 17. bis 21. August 2022 stattfinden. Konzerte mit Ben Zucker und Sarah Connor stehen bereits fest, der Name des Festes aber noch nicht.