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Mortal - Mut ist unsterblich

Bescheibung: Eric entdeckt, dass er über gefährliche übernatürliche Kräfte verfügt, die er nicht kontrollieren kann. Während er sich in der norwegischen Wildnis versteckt, tötet er versehentlich einen Teenager und wird verhaftet. Mit der Hilfe der jungen Psychologin Christine gelingt es ihm, zu fliehen. Während die beiden dem alten mythologischen Ursprung dieser Kräfte laufend näher kommen, sind die Behörden entschlossen, Eric um jeden Preis auszuschalten. Inmitten dieses epischen Kampfes findet Eric schließlich heraus, wer oder was er wirklich ist.

Rezension: Moderne Welt meets nordische Mythologie. Letztes Jahr versuchte der Film „Brightburn“ die Superhelden-Kinonorm zu untergraben, indem er den Low-Budget-Weg einschlug, um die Schaffung eines Superschurken in einer realen Umgebung detailliert darzustellen. Es war die Idee, die „Superman“ -Formel zu optimieren, aber die Ausführung war schlecht. "Mortal" ist nicht der gleiche Film, aber die norwegische Produktion hat einen ähnlichen Plan, um das Unglaubliche mitten im Alltäglichen zu positionieren und die Aufmerksamkeit auf die nordische Mythologie zu lenken, um eine weitere Version einer Ursprungsgeschichte aufzunehmen.

Hauptdarsteller Nat Wolff (bekannt aus Semper Fi (unsere --> Rezension), "The Intern- Man lernt nie aus", „Margos Spuren“ und der HBO-Serie „The Stand“) spielt den Rucksacktouristen Eric, der sich plötzlich unfreiwillig in einer Welt der Mythen und Legenden wiederfindet und entdeckt, dass er ein Teil von ihr ist.
Plötzlich übernatürliche Kräfte zu haben, ist für den jungen Amerikaner kein Grund zur Freude. Eigentlich war er nach Norwegen gekommen, um seine familiären Wurzeln zu finden. Stattdessen kann er auf einmal Brände entfachen und das Wetter beeinflussen und tötet dabei ungewollt auch Menschen. 
Er ist auf sich allein gestellt und flüchtet in den Wald, um seine besonderen Kräfte zu kontrollieren. Er kann seine neu entdeckte Energie nicht verstehen, sie verwandelt ihn in einen amerikanischen Ausgestoßenen in der Wildnis Norwegens. Er neigt dazu, sich Flecken auf seinem Körper zu verbrennen.

Seine einzigen Verbündeten gegen gnadenlose Gegner, die nur eine Antwort auf die Konfrontation mit einer übernatürlichen Welt kennen, sind Psychologin Christine (Iben Arkelie: Victoria, in the sea), die gerade einen geliebten Menschen verloren hat und Polizeichef Henrik, (Per Frisch: The quake- Das große Beben, Pyromaniac -- Bevor ich verbrenne).

Eric, der seine Kräfte nicht kontrollieren kann und andere vor sich schützen möchte, wird von der örtlichen Polizei gejagt und gefangen genommen, nachdem er versehentlich einen norwegischen Teenager getötet hatte. Einzig Christine, die selbst gegen Ängste ankämpft, hilft ihm. Gemeinsam suchen sie den Ursprung von Erics wundersamen Fähigkeiten. Doch seine Gegner sind ihnen dicht auf den Fersen.

Fazit: André Øvredal, Regisseur von "Trollhunter" und "Scary Stories to Tell in the Dark", bietet mit "Mortal" eine weitere und interessantere Filmversion über übermenschliche Kräfte einer möglichen gottähnlichen Zukunft.

 
Gesamtbewertung:

Kinostart: 24.06.2020

Home-Entertainment-Release: 22.01.2021

Produktion: Norwegen, USA, Großbritannien 2020

Genre: Mysterythriller

Darsteller: Nat Wolff, Priyanka Bose, Iben Akerlie

Regie: André Øvredal

Länge: 110 Min.
FSK freigegeben ab: 16

Tonformat: DTS-HD 5.1

Verleih: Ascot Elite Filmverleih

Es gibt kein richtiges Filmende, da Øvredal stattdessen eine Fortsetzung vorbereitet. Øvredal zeigt die erdgebundenen Angst und Reaktion auf einen möglicherweise übernatürlichen Besuch auf unserer Erde, berührt auch thematisch Religion und Mythologie. Er findet einen überzeugenden Weg, ein Comic-Erlebnis mit emotionalem Gewicht zu liefern. Sein Ausflug in die nordische Mythologie prägt ein ganz eigenes Bild der nordischen Gottheiten jenseits der AVENGERS und ist somit ein interessanter Mysterythriller.

 

Action:
Humor:
Gefühl:
Spannung:
Anspruch: