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AMORPHIS: „Halo“

Amorphis ist in der Welt des Metal definitiv kein unbekannter Name mehr. Die aus Finnland, genauer Helsinki, stammende Band hat wird am 11.02.2022 ihr nun 14. Studioalbum veröffentlichen und ich durfte vorab einmal für euch durch den neuen 11 Tracks lauschen. Das neue Werk nennt sich „Halo“ und ich war als langjähriger Fan der Band schon wirklich enorm gespannt, was sich darauf so finden mag.

Begonnen wird mit dem Song „Northward“, welcher sich mystisch mit Streichern und Orgel anschleicht, langsam aufbaut und einem dann mit gewaltigem Gitarrensound, inklusive mächtig bösen Vocals, um die Ohren fliegt. „On The Dark Waters“ beginnt darauf etwas weniger verhalten und metzelt mit einer sehr feinen Gitarren-Melodie los. Der Song hält sich von der Geschwindigkeit eher moderat und stampft langsam dahin bis dann die gewaltige Komposition namens „The Moon“ losgetreten wird. In den knappen 6 Minuten des Songs liefert die Band sehr interessante Wechsel und auch die Vocals sind massiv. Abgelöst wird der Track von „Windmane“  und hier geht es im mystischem Mid-Tempo weiter.

Oppu meinte schon in unserem --> Interview, dass dieses Album wesentlich „Gitarren-lastiger“ ist und da kann ich nur vollends zustimmen. Die heftige Gitarrenmacht kommt bei „A New Land“ und „When The Gods Came“ sehr gut hervor. Mit „Seven Roads Come Together“ ist die zweitlängste Nummer des Albums und wenn Amorphis mehr als 4 Minuten für einen Song brauchen, dann weiß man, dass hier einige dynamische Wechsel und Feinheiten verbaut sind. In dem Track wirkt die Band teilweise sogar wie Behemoth, was an den Vocals liegen dürfte. Nachdem wieder eine Runde gemetzelt wurde, bringt „War“ dann etwas mehr von den altbekannten hymnischen Klängen der Band bis man bei „Halo“ ankommt.

Der titelgebende Track liefert gefühlt noch einmal um ein Stück heftiger ab als die vorangegangenen Songs. „The Wolf“ und „My Name Is Night“ bilden einen gekonnten Abschluss des Albums, wenn auch der Schlusstrack etwas weniger heftig ist.

Fazit: Ich bin ja von Amorphis einiges an Melodien gewohnt, doch auf diesem Album wurde der Fokus ganz klar stärker auf Gitarren gerichtet, als in den vorangegangenen Album. Das gefällt mir äußerst gut, da mir die groß aufgebauten Soundlandschaften, welche hauptsächlich vom Keyboard kamen, über die Zeit etwas zu übertrieben wirkten. „Halo“ liefert eine wirklich gute Mischung aus großen breiten melodischen Soundlandschaften und heftigem rhythmischen Gemetzel. Ich hatte mir die letzten Alben der Band nicht mehr genau angehört, da mir wie erwähnt die melodischen Parts zu übertrieben wirkten, doch dieses Album hat genau das geliefert was ich mir von Amorphis wünsche. Somit vergebe ich für „Halo“ von Amorphis satte 9 von 10 Punkten. Wenn die Herren diese Linie halten bin ich schon extremst auf das nächste Werk gespannt. 

--> Musikvideo: AMORPHIS - The Moon

 
Bewertung:

GENRE: Metal

TRACKLIST:

1. Northwards
2. On the dark waters
3. The moon
4. Windmane
5. A new land
6. When the gods came
7. Seven roads come together
8. War
9. Halo
10. The Wolf
11. My name is night

VÖ: 11.02.22
Format: CD / Vinyl / Digital
Label: Atomic Fire
Vertrieb: Warner Music
Auf Tour im Norden: -

 

Rezensent: Gregor

Rezension --> AMORPHIS: "Queen Of Time"

--> Interview mit Olli-Pekka Laine