DESTRUCTION: „Birth Of Malice“

Gregor Eder

Wer Destruction bis jetzt nicht kennt, muss in den vergangenen 40 Jahren taub gewesen sein. Die mächtige Thrash-Metal Band hat sich am 07.03.2025 mit ihrem neuesten Album zurückgemeldet und somit 12 frische Tracks abgeliefert. Die Scheibe trägt den Namen „Birth of Malice“ und mit gleichnamigen Titel wird direkt losgelegt. Dabei handelt es sich eher um ein Intro, welches anschließend in den Song „Destruction“ überleitet.

Ich finde es zwar persönlich etwas witzig, dass sich die Band mit dieser Nummer einmal vorstellt, da sie für mich aus der Thrash-Szene kaum wegzudenken ist, doch andererseits könnte das auch sehr hilfreich sein, um neue Fans zu gewinnen. Jedenfalls legt die Band hier erst richtig los und macht Lust auf mehr. „Cyber Warfare“ spricht im Anschluss ein doch aktuelles Thema an, während die Gitarristen Damir Eskic und Martin Furia mächtig Gas geben. Das Ganze hätte natürlich nicht seine mächtige Wirkung ohne die Stimme von Schmier und das deftige Gemarter von Randy Black.

Bewertung: 9 von 10 Punkten

GENRE: Thrash Metal
VÖ: 07.03.2025
Format: CD / Vinyl / Digital
Label/Vertrieb: Napalm Records
Rezensent: Gregor

Abgesehen vom Können der Musiker sei auch erwähnt, dass Martin das Album gemixt und gemastert und aus meiner Sicht absolut fein abgeliefert hat. Nachdem man von „Cyber Warfare“ so richtig hart in die Mangel genommen wurde, geht es mit „No Kings – No Masters“ deftig weiter. Der Refrain ist schön mitreißend und inhaltlich erklärt sich der Song schon durch seinen Titel. „Scumbag Human Race“ lässt darauf nicht locker und bringt eine Ladung an klassischen Thrash Metal, bevor „God Of Gore“ mit verspielteren Rhythmisierungen aufwartet.

„A.N.G.S.T.“ entschleunigt etwas, stampft dafür aber mächtig durch den Gehörgang. „Dealer Of Death“ legt wieder einen Zahn zu und hat inhaltlich Ähnlichkeiten mit „Angel of Death“ von Slayer. Mit „Evil Never Sleeps“ und „Chains Of Sorrow“ werden die Themen Paranoia und Kummer noch abgearbeitet, bevor es mit der Gier, oder besser gesagt „Greed“, weitergeht. Abgeschlossen wird das Gemetzel mit dem fetzigen Track namens „Fast As A Shark“, welche auch noch mit einem netten Intro aufwartet.

Fazit:

Nach über 40 Jahren sind Destruction noch immer eine absolute Gewalt. Thrash Metal ist ein Genre in welchem gerne über Jahrzehnte dieselbe Formel verwendet wird, doch Destruction sind hier anders. Auf „Birth of Malice“ beeindruckt die Band mit einem gewissen Hang zum Groove, ohne dabei die nötige Härte zu verlieren. Die Tracks liefern teilweise so schnelle Riffs, dass man schon fast von Speed Metal sprechen kann.

Textlich gesehen hat sich die Truppe auch wieder eher kritischen Themen gewidmet. Alles in allem ist „Birth of Malice“ ein wirklich feines Album geworden, sowie ein gutes Beispiel dafür, dass im Thrash Metal nicht immer auf die gleiche Art und Weise gemartert werden muss. Somit vergebe ich satte 9 von 10 Punkte! Ein Interview mit Schmier passte aktuell zeitlich zwar nicht, soll aber laut seiner Aussage bald nachgeholt werden.

Tracklist
  1. Birth Of Malice
  2. Destruction
  3. Cyber Warfare
  4. No Kings – No Masters
  5. Scumbag Human Race
  6. God Of Gore
  7. A.N.G.S.T.
  8. Dealer Of Death
  9. Evil Never Sleeps
  10. Chains Of Sorrow
  11. Greed
  12. Fast As A Shark
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