SALTATIO MORTIS: „Finsterwacht“

Gregor Eder


Saltatio Mortis reisen nun schon eine gewaltige Zeit mit ihrer deftigen Musik und einer mächtigen Bühnenshow durch die Lande. Am 07.06.2024 hat die Band nun ein neues Album veröffentlicht, welches wesentlich mehr als nur ein Album ist. Getauft wurde das neue Werk „Finsterwacht“ und was darauf zu finden ist, soll jetzt Thema sein. Die „Finsterwacht“ selbst ist nicht nur ein Album, sondern ein großes Konzept, welches die Band in Kooperation mit dem Rollenspiel-Klassiker „Das Schwarze Auge“ und den Autoren Bernhard Hennen und Torsten Witze auf die Füße gestellt hat.

So ist „Finsterwacht“ ein riesiges Paket, in welchem man förmlich versinken kann. In dieser Rezension beschränke ich mich aber einmal auf das Hauptalbum, da die Auseinandersetzung mit dem dazugehörigen Roman, dem Spiel und dem dazugehörigen Soundtrack, welcher extra für das Spielen oder Lesen komponiert wurde, den Rahmen jener sprengen würde. Jedenfalls beginnt das Album direkt mit einem gewaltig epischen Auftakt, bei welchem man sogar Hansi Kürsch von Blind Guardian zu Gehör bekommt. Der knapp 10 Minuten lange Opener zieht einen direkt in die Welt der „Finsterwacht“ und mit „Schwarzer Sand“ wird im Anschluss nachgelegt.

Bewertung: 10 von 10 Punkten

GENRE: Folk Metal
VÖ: 07.06.2024
Format: CD / Mediapack / Digital
Label/Vertrieb: Prometheus Records
Rezensent: Gregor

Der Song ist dann etwas kompakter und hier haben sich Faun zu Saltatio Mortis gesellt. Etwas fetziger wird es dann mit „Vogelfrei“ und man bekommt richtig Lust, mit dem Chor mitzuplerren! Bevor „Der Himmel muss warten“ erneut zum Mitsingen anregt, wird mit „Grimwulf (Interlude)“ ein wirklich feiner Instrumental-Track geliefert, bei welchem man die Prager Philharmoniker vernehmen darf. „Aurelia“ hält zwar den klassischen Folk-Sound der Band, doch erinnert auch an etwas poppige Sommer-Hits. In „We might be giants“ bekommt man harte Gitarren, wilde Dudelsäcke und einen englischen Text vorgelegt.

Obendrein hat sich die Band für diesen Song Cristina Scabbia von Lacuna Coil und Peyton Parrish eingeladen. „Feuer und Erz“ wartet im Anschluss mit doch eher klassischem Folk-Sound auf, bevor es mit „Genug getrunken“ wieder etwas deftiger wird. Auch hier hat sich die Band wieder Freunde eingeladen und hier handelt es sich um keine geringeren als Knasterbart. Bevor das Album mit „Oh treues Herz“ emotional und ruhig abgeschlossen wird, bekommt man noch den Song „Carry me“ präsentiert, bei welchem Tina Guo mitgearbeitet hat.

Fazit:

Das Septett hat es noch immer gewaltig drauf! Manche mögen Saltatio Mortis gerne als spaßige Folk-Metal-Band abtun, doch aus meiner Sicht steckt hinter den Werken der Band wesentlich mehr. Musikalisch wird eine gewaltige Bandbreite von hartem Metal bis zu zärtlichen Balladen abgeliefert und auch durch die Kooperationen für mehr Abwechslung gesorgt. Die Zusammenarbeit mit dem Prager Philharmonie Orchester ist wirklich sehr gelungen und der Gesamtsound von „Finsterwacht“ ist einfach nur mächtig.

Abgesehen davon ist das Konzept rund um das Album wirklich beeindruckend, denn auf das Album ein Spiel und einen Roman inklusive dazugehörigen Soundtrack abzuliefern ist eine enorme Arbeit, welche der Band aber auf jeden Fall gelungen ist. Alles in allem kann ich nur meinen Hut ziehen und euch wärmsten empfehlen die Band auf einem Konzert ihrer Burgentour zu besuchen. Keine Frage, hier kann ich nur 10 von 10 Punkten vergeben.

Tracklist
  1. Finsterwacht (ft. Hansi Kürsch)
  2. Schwarzer Strand (ft. Faun)
  3. Vogelfrei
  4. Grimwulf (Interlude)
  5. Der Himmel muss warten
  6. Aurelia
  7. We might be giants (ft. Cristina Scabbia & Peyton Parrish)
  8. Feuer und Erz
  9. Genug getrunken (ft. Knasterbart)
  10. Carry me (ft. Tina Guo)
  11. Oh treues Herz
Interviews

mit Jean von –> Saltatio Mortis (2024)

mit Falk und Jean von –> Saltatio Mortis (2022)

Weitere Rezensionen
Schon geteilt?

1 Gedanke zu „SALTATIO MORTIS: „Finsterwacht““

Kommentare sind geschlossen.