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U.D.O.: „Game over“

Nach meinem --> Interview mit Meister Udo Dirkschneider höchstpersönlich ist es nur würdig und recht auch ein paar Worte zum neuen Album der Truppe U.D.O. zu verlieren. Am 22.10.2021 hat die Band das Album „Game Over“ veröffentlicht und damit insgesamt 16 Tracks hinausgehauen.

Begonnen wird mit den Songs „Fear Detector“ und „Holy Invaders“ welche direkt zeigen, dass die Band noch immer heftig Gas gibt. Mit „Prophecy“ und „Empty Eyes“ geht es dann weiter und hier bekommt man schon etwas abwechslungsreicheren klassischen Metal auf die Ohren. Die Gitarrenharmonien liefern schon gewaltig ab und die Rhythmussektion marschiert wie der „German Tank“ durch den Gehörgang.

Über die Vocals brauche ich hier nicht viele Worte zu verlieren, da Udo noch immer mit seiner deftigen Röhre zu beeindrucken weiß. Über das was er am Album textlich von sich gibt konnte ich etwas mit ihm im Interview plaudern. Unter den 16 Songs verstecken sich nicht nur sozialkritische Nummern wie „Holy Invaders“, „Like A Beast“ oder „Kids And Guns“, sondern auch eher persönliche Themen wie in „Don`t Wanna Say Goodbye“.

Die Band ist nicht nur textlich sondern auch vom Sound her sehr breit aufgestellt. Einmal bekommt man Melodien um die Ohren geschossen, welche eher in Richtung Power Metal gehen, andererseits bekommt man auch sehr schnelle Passagen zu Gehör, welche man dann wieder im Speed-Metal-Genre verorten würde. „I See Red“ erinnert dann wieder an gute alte Judas Priest. Man kann sagen, dass die Band den alten Spirit gut hochhält, während sie immer wieder frischen Wind durchblasen lässt. Da ich vorhin den Spitznamen von Udo „German Tank“ angesprochen habe, muss ich natürlich auch auf den zum Namen gehörigen Track „Marching Tank“ aufmerksam machen. Die Idee zu dem Song kam von Meister Dirkschneiders Sohn, welcher nun auch schon eine ganz schöne Zeit mit seinem Vater in der Truppe musiziert.

Fazit: „Game Over“ ist schon eine sehr feine Scheibe geworden. Man merkt, dass die Truppe in sich einfach harmoniert und sehr genau liefert. Man bekommt eine gewaltige Ladung Metal wie man es von U.D.O. gewohnt ist und ich glaube der sechste Song des Albums beschreibt sehr gut den Eindruck den das gesamte Album beim Hörer hinterlässt: „Metal Never Dies“. Das Album liefert mit den 16. Track sehr gekonnt ab und bringt einige Passagen mit denen man nicht unbedingt gerechnet hat. Die Vocals sind wie gewohnt schön deftig und motivieren zum Headbangen. Alles in allem ist „Game Over“ ein sehr solides Album und hat 9 von 10 Punkten verdient.

--> Musikvideo: U.D.O. - Metal Never Dies

 
Bewertung:

GENRE: Heavy Metal

TRACKLIST:

1. Fear Detector
2. Holy Invaders
3. Prophecy
4. Empty Eyes
5. I See Red
6. Metal Never Dies
7. Kids and Guns 
8. Like a Beast
9. Don`t Wanna Say Goodbye
10. Unbroken
11. Marching Tank 
12. Thunder Roasd 
13. Midnight Stranger
14. Speed Seeker
15. Time Control
16. Metal Damnation 

 

VÖ: 22.10.21
Format: CD / Vinyl / Digital
Label: Nuclear Blast
Vertrieb: Warner Music
Auf Tour im Norden: -

Rezensent: Gregor

Interview mit --> Udo